Warum in die Ferne fliegen und dabei die persönliche Umweltbilanz versauen?  Naturerlebnis, Abenteuer und Erholung gibt es auch in Zugreichweite. Zum Beispiel im Elbsandsteingebirge. Die Nationalparkregion mit Euro-City-Anschluss bietet nicht nur grandiose Panoramen, sondern auch Möglichkeiten für nachhaltigen Tourismus und bewusstes Reisen.

1. Gut geplant ist halb gewonnen.

Planlos reisen lässt Raum für spontane Abenteuer. Na, klar. Aber mit einem kleinen roten Faden im Gepäck reist es sich viel bewusster. Deshalb: Informiert euch vorab über euer Reiseziel.  Dann fällt es euch leichter, die Must-Sees und Events anzusteuern, die euch wirklich interessieren. Kleine Hinweise sind viel wert. Bastei ja, aber gleich am frühen Morgen, vor dem Touristenansturm. Dann taucht die aufgehende Sonne die Felsen in ein goldenes Licht. Auch die passende Ausrüstung könnt ihr vorab schon zusammenstellen. Unnütze Dinge kommen erst gar nicht mit. Wanderschuhe ja, Flip-Flops nein. Das spart Gewicht und Zeit.

Unsere Broschüren, auf zertifiziertem Papier/Recyclingpapier gedruckt oder besser online zum Durchblättern und Downloaden, enthalten so manchen Geheimtipp. Das Urlaubsmagazin hat jedes Jahr frische Ideen im Heft. Unser Buchungsservice (Telefonnummer: 03501 470147) berät euch ganz individuell. Übrigens: Pro Buchung über uns spenden wir einen Euro für den Erhalt der Wanderwege.

Broschüren des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz (c) TVSSW
Unsere Broschüren, auf zertifiziertem Papier/Recyclingpapier gedruckt oder besser online zum Durchblättern und Downloaden, enthalten so manchen Geheimtipp. (c) TVSSW

2. Einsteigen, bitte!

Ihr wisst es ja längst: Ökologisch sauber ist Autofahren nicht, auch nicht mit Batteriebetrieb. Von Fliegen wollen wir gar nicht erst sprechen. Bewusst reisen heißt, öfter mal in den Zug steigen. Dann kommt ihr endlich einmal dazu, das Buch zu lesen, das es sich in eurem Regal bequem gemacht hatte. Euer Auto macht unterdessen zu Hause Urlaub.

Auch vor Ort ist der Öffentliche Nahverkehr empfehlenswert. Die wichtigsten Wanderziele in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz sind mit Wanderbussen erreichbar. Mit dem Fahrradbus kommt ihr ganz bequem auf die Berge. Fahrräder könnt ihr an vielen Verleihstationen mieten. Mit dem Schiff könnt ihr die Sächsische Schweiz von der Elbe aus entdecken. Und natürlich: Zu Fuß auf den Wanderwegen lässt sich das Elbsandsteingebirge bewusst genießen. Das ist Naturerlebnis pur!

Wanderbus Sächsische Schweiz (c) Solveig Großer
Die wichtigsten Wanderziele in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz sind mit Wanderbussen erreichbar. (c) Solveig Großer

3. Im Sommer kann jeder.

In beliebten Sommerreisezielen ist im Winter oft tote Hose. Für Hoteliers, Servicekräfte und regionale Anbieter ist das ein Problem. Dabei kann ein Winterurlaub in der Sächsischen Schweiz für unvergessliche, traumhafte Momente sorgen. Im Elbsandsteingebirge habt ihr Wanderwege ganz für euch allein, zum Fotografieren super Licht und in den Dörfern seit voriger Saison neu ein abwechslungsreiches Winterprogramm.

Feuerkorb im Wintermärchenland Kurort Rathen (c) Achim Meurer
Bei Glühwein und Feuerkorb im Wintermärchenland im Kurort Rathen. (c) Achim Meurer

4. Schlaf schön!

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Urlaub in riesigen Resorts, die Unmengen Ressourcen verbrauchen, ist für immer mehr Menschen keine Option. Stattdessen bevorzugen sie kleine Unterkünfte, die Teil der gewachsenen Kulturlandschaft und in denen persönliche Gespräche mit den Vermietern und Hoteliers selbstverständlich sind. In der Sächsischen Schweiz haben sich zwei Dutzend Gastgeber dem Programm „NationalparkPartner“ der Nationalparkverwaltung angeschlossen. Das sind Anbieter von Ferienwohnungen, Bauernhöfe, kleinere Hotels und Pensionen. Sie wissen, welchen Schatz sie mit dem Nationalpark Sächsische Schweiz vor der Haustür haben. Ihn zu schützen ist für sie eine Herzensangelegenheit. Sie achten darauf, umweltfreundlich zu wirtschaften, binden Partner aus der Region ein und sind für ihre Übernachtungsgäste Botschafter des Nationalparks. Also dann, schlaft gut!

Naturmaterialien im Hotelzimmer im Bio-Refugium Schmilka in der Sächsischen Schweiz (c) Achim Meurer
Naturmaterialien sind im Hotelzimmer im Bio-Refugium Schmilka in der Sächsischen Schweiz selbstverständlich. (c) Achim Meurer

5. Hält dicht!

Ob wandern, klettern, Rad fahren oder paddeln, die richtige Outdoorbekleidung hält Sonne, Wind und Regen stand. Beim Kauf könnt ihr eine Menge richtig machen. Zum einen solltet ihr euch genau überlegen, was ihr wirklich braucht. Zum anderen spielt die Qualität eine große Rolle. Was lange hält, muss nicht ersetzt werden. Achtet auch auf und fragt nach umweltfreundlichen Materialien. Spezielle Ausrüstung wie Klettergurte, E-Bikes oder Tragerucksäcke für Kinder muss man nicht extra anschaffen, sondern sind oft vor Ort auszuleihen. In Bad Schandau und Neundorf bei Pirna werdet ihr fündig.

Kindertrage ausleihen (c) Florian Trykowski
Kindertragerucksäcke kann man in Bad Schandau ausleihen. (c) Florian Trykowski

6. Aus der Region, für die Region.

Im Supermarkt schon immer mal auf das regionale Label geschielt? Im Urlaub spielt Regionalität eine entscheidende Rolle. Bauern verkaufen in Hofläden Rohmilch, handgemachten Käse und saisonales Gemüse aus dem Garten. Ihre Produkte liefern sie zudem auf kürzestem Weg an Hotels und Restaurants. Die können daraus regionale Gerichte besonders frisch zubereiten. Das hilft den Bauern ihre Existenz zu sichern. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Unter dem Motto „Kurze Wege – langer Genuss“ arbeiten in der Sächsischen Schweiz regionale Produzenten und Händler des Vereins „Landschaf(f) Zukunft“ zusammen. Die regionalen Produkte erkennt ihr am Siegel „Gutes von hier“.

Regionale Produkte in der Sächsischen Schweiz (c) Florian Trykowski
Regionale Produkte gibt es direkt vom Hof. (c) Florian Trykowski

Regionalität steht aber nicht nur auf der Speisekarte. Auch regionales Handwerk lässt sich perfekt in den Urlaub integrieren und kann spannend sein. Bei uns gibt es einige kleine Manufakturen, in denen in Handarbeit Kunstwerke entstehen. Zum Beispiel hier: Deutsche Kunstblume in Sebnitz, Ratags Kunsthandwerkerhaus, Historische Mühle und Bäckerei Schmilka, Krietzschwitzer Kerzenzieherei, Bonbonmanufaktur Wehlen und viele mehr. Für Daheim legen wir euch unsere regionale Souveniredition ans Herz, die es in den Touristinformationen in der Sächsischen Schweiz gibt.

Biobäckerei in Schmilka in der Sächsischen Schweiz (c) Achim Meurer
Es duftet herrlich in der Biobäckerei in Schmilka. (c) Achim Meurer

7. Lasst uns nicht fallen!

Nachhaltiger Tourismus heißt natürlich auch umweltbewusst handeln. Das hat nicht mit Verzicht, sondern vielmehr mit Respekt vor der Natur zu tun. Im Nationalpark Sächsische Schweiz und im Nationalpark Böhmische Schweiz ist unberührte Natur und Stille zu erleben, aber nur, wenn sich alle an die Regeln halten. Lasst Papiertaschentücher bitte niemals in der Natur zurück! Es dauert teilweise Jahre, bis sie verrotten und oft enthalten sie Stoffe, die nicht in den Boden gelangen sollten. Im NationalparkZentrum in Bad Schandau und bei Entdeckertouren mit Nationalparkführern könnt ihr noch mehr über den Nationalpark und Naturschutz erfahren.

Müllsammeln auf einer Wanderung durch die Sächsische Schweiz (c) Achim Meurer
Müllsammeln auf einer Wanderung durch die Sächsische Schweiz. (c) Achim Meurer

8. Wie es euch gefällt.

Zum Schluss würden wir ganz gern wissen, wie euch der Urlaub in der Sächsischen Schweiz gefallen hat. Was lief gut? Was können wir besser machen? Was habt ihr vermisst? Das hilft uns ganz einfach immer besser zu werden. Unseren Fragebogen könnt ihr online oder auch in den Touristinformationen ausfüllen. Es dauert nicht lang. Versprochen!

Titelfoto: Florian Trykowski
Text: Angela Zimmerling

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Kategorien: Region Tipp Wandern