Retter in der Not

Passiert auf den Wanderwegen oder Klettersteigen der Sächsischen Schweiz ein Unfall, hilft die Bergwacht Sachsen. Immer öfter erreichen Notrufe die ehrenamtlichen Helfer – unter anderem, weil Besucher die Natur unterschätzen.

Wandern, Klettern, Mountainbiking: Die Sächsische Schweiz ist wie geschaffen für das aktive Naturerlebnis. Doch trotz aller Vorsicht, kann es zu einem Unfall in unwegsamem Gelände kommen. Dann hilft die Bergwacht Sachsen.

Die ehrenamtlichen, intensiv ausgebildeten Retter sind rund um die Uhr erreichbar.

Sie sichern die Erstversorgung von Unfallopfern sowie den schnellen Abtransport. Die knapp 400, unter dem Dach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) organisierten Bergretter in Sachsen leisten Felsrettung, Winterrettung, Höhlenrettung und Luftrettung. Im Sommer ist die Sächsische Schweiz das wichtigste Einsatzgebiet. Dort sind an den Wochenenden zwei Berghütten besetzt. Die Alarmbereitschaft ist ständig aktiv.

©: DRK/ Volker Adler

Notrufe erreichen die Bergwacht immer öfter: Im Jahr 2022 wurde sie zu 177 Einsätzen in der Sächsischen Schweiz gerufen, das waren 38 mehr als im Jahr davor. Bis Ende Juli 2023 gab es mit über 80 Alarmierungen bereits mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Unfallzahlen steigen parallel zu den Besucherzahlen und zur länger werdenden Saison. Auch mangelnde Erfahrung spielt eine Rolle: „Die eigenen Fähigkeiten werden über- und die Natur wird unterschätzt“, resümiert Hannes Markert, Landesleiter der Bergwacht Sachsen. Als Beispiel nennt er den Carolafelsen: War er früher Ziel erfahrener Wanderer, trauen sich heute auch viele Ungeübte die Kletterpassagen zu.

Felsenlabyrinth (c) Frank Exss©: Frank Exss

Selbst in vermeintlich harmloser Umgebung passieren Unfälle. Beispiel Felsenlabyrinth: Der natürliche Irrgarten ist beliebt bei Familien, aber Vorsicht ist geboten und Kinder sollten nur mit den Erwachsenen in den Felsen unterwegs sein, mahnt Kai Kranich, Sprecher des DRK-Sachsen.

Viele Risiken kann man reduzieren. Bergretter Markert rät: „Route planen, Wetterbericht hören und festes Schuhwerk tragen. Windjacke, Karte und Erste-Hilfe-Paket gehören in den Rucksack. Für Kletterer und Mountainbiker gilt: Immer einen Helm tragen.“

Wie die Bergwacht arbeitet und was alles passieren kann, könnt ihr in einer spannenden Serie verfolgen. Zwei Staffeln von Bergwacht – Einsatz in der Sächsischen Schweiz gibt es in der ARD-Mediathek zu sehen. Eine absolute Empfehlung: Zur Mediathek geht es hier entlang.

■ Text: Karin Vogelsberg, Titelbild: DRK/ Sven Rogge

Jetzt braucht die Bergwacht eure Unterstützung

Nun gibt es eine Gelegenheit, den ehrenamtlichen Helfern der Bergwacht Dankeschön zu sagen und das Team zu unterstützen. Denn Ende Dezember gab es ein Unglück. Eine große Buche stürzte wahrscheinlich aufgrund der Nassschneelast und wegen des aufgeweichten Bodens exakt auf die Bergwachthütte in Kurort Rathen. Im Dach klafft nun ein Loch, welches vorerst mit einer Plane abgedeckt ist. Der Baum wurde in einer fünfstündigen Aktion der Freiwilligen Feuerwehr Rathen entfernt.

Die Bergrettungsstation in Rathen gehört dem DRK Landesverband Sachsen. Erst vor kurzem wurde aus Eigenmitteln die Sanierung, der in die Jahre gekommen Brücke über den Grünbach zur Hütte, bewilligt.

Eine für den Sommer geplante Crowdfunding Aktion soll helfen, mit den notwendigen Sanierungen beginnen zu können. Gespendet werden kann aber auch jetzt schon.

Wer die Bergwacht unterstützen möchte, nutzt bitte das Spendenkonto des DRK Sachsen:

DRK Landesverband Sachsen e.V.
IBAN: DE80 8508 0000 0520 1500 00
BIC: DRESDEFF850
Commerzbank AG Dresden
Verwendungszweck: DRK Bergwacht Sachsen/Hütte*

*Für eine Spendenquittung bitte beim Verwendungszweck die Anschrift mit angeben.

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