Luftige Trittstufen, enge Felsspalten, knifflige Passagen: Die Stiegen und Klettersteige im Elbsandsteingebirge sind nichts für Ängstliche. Aber ein Traum für alle, die das besondere Wandererlebnis suchen.

Was sind Stiegen?
Stiegen sind eine Spezialität des Elbsandsteingebirges: steile Passagen von Wanderwegen, die über hölzerne oder metallene Trittstufen bewältigt werden müssen. Ursprünglich eher Mittel zum Zweck, sind sie längst zu einer ganz eigenen touristischen Attraktion der Region avanciert. Stiegen gibt es in allen Schwierigkeiten – vom familienfreundlichen Kraxelspaß bis zur echten Mutprobe. Generell erfordern sie jedoch Trittsicherheit, festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit. Auf anspruchsvolleren Stiegen, die als Klettersteige ausgebaut sind, wird zudem ein Klettersteigset zur Sicherung empfohlen.

Einst gelangten die Einheimischen über die Heilige Stiege zum sonntäglichen Gottesdienst. Heute ist die lange Steiganlage Teil einer anspruchsvollen Tageswanderung von und nach Schmilka durch ein besonders spannendes Stück Sächsische Schweiz in der Kernzone des Nationalparks. Schon die Namen der Stationen machen neugierig: Wurzelweg, Zwieselhütte, Heringsgrund, Affensteine, Wilde Hölle, Königsweg. Unterwegs erklimmt man die zweithöchste Erhebung der Region: den Großen Winterberg.

Am besten erkundet man die Stiegen der Sächsischen Schweiz in Begleitung eines zertifizierten Nationalparkführers oder eines anderen kundigen Guides. Nur so bekommt man auch die Sehenswürdigkeiten der Felsenwelt links und rechts des Weges erklärt. Und nur so erfährt man die kleinen Anekdoten, die zu jeder Stiege gehören. Es gibt mehrere Anbieter geführter Stiegentouren, z.B. Elbsandsteinreisen.

Tourenbeschreibung bei Hike-Society

 

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