Erst sehnt man sich danach und dann wird es einem doch zu viel. Gemeint sind die Temperaturen. Wenn man im Urlaub ist, lässt sich das zwar aushalten aber eine angenehme Erfrischung ist immer willkommen. Wir haben für euch ein paar richtig coole bzw. kühle Tipps recherchiert!

Die Sächsische Schweiz kann eine ganz besondere Eigenschaft vorweisen. In den engen Schluchten und Tälern ist es nämlich häufig frisch: Mitunter ist es dort sogar so kühl, dass man selbst an heißen Tagen ein Jäckchen braucht. Grund dafür ist ein besonderes Mikroklima, das sogenannte Kellerklima. Die Sonne hat keine Chance die canyonartigen Schluchten zu erwärmen. Aber auch die schwache Windbewegung unterstützt dieses Phänomen. So hat sich nicht nur das Zweiblütige Veilchen (Viola biflora L.), ein seltenes Eiszeitrelikt, hierher zurückgezogen. Auch Wanderer lieben dieses kühle Rückzugsgebiet im Sommer. In der Kirnitzsch- und Edmundsklamm kann man sich sogar mit dem Boot chauffieren lassen.

Kahnfahrt auf der Oberen Schleuse

Auf geht es zur Kahnfahrt an der Oberen Schleuse in der wildromantischen Kirnitzschtal-Klamm. Die Kahnfahrer der Oberen Schleuse bei Hinterhermsdorf geleiten ihre Gäste mittels Handkähnen vorbei an Felswänden, deren Schwefelflechten sich im klaren Wasser spiegeln, zeigen seltene Pflanzen, die nur noch im Nationalpark gedeihen und zeigen eigenartige Felsgebilde, in denen man mit ein wenig Phantasie ein Krokodil, einen Berggeist einen Elefantenkopf oder ein schlafendes Lamm erkennt. Drei Stunden sollten eingeplant werden. Anmeldung für Gruppen erwünscht, festes Schuhwerk ist erforderlich. Imbiss und Souvernirverkauf ist vorhanden. Bei der Oberen Schleuse erhalten Sie gegen Vorlage der Gästekarte einen Rabatt von 1€ auf Ihren Eintrittspreis.

Abkühlung Untertage

Bleiben wir bei dem Besonderen. Das einzige Besucherbergwerk der Sächsischen Schweiz, der „Marie Louise Stolln“, liegt in Berggießhübel an der geologischen Grenze zum Erzgebirge. Im 490 Meter langen Stollen liegt die Temperatur konstant bei etwa 10 Grad. Ein Besuch lohnt sich vor allem mit einer Führung. Es gibt Hinweise, dass bereits um 1230 Erze in Bad Gottleuba zu Tage gefördert wurden. Höhepunkt der einstündigen Bergwerkstour ist der unterirdische See im sogenannten Mutter-Gottes-Lager.

Ins Wasser

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie ab in eines der Freibäder! Praktisch, dass gleich in der Nähe des „Marie Louise Stolln“ ein schönes Freibad ist und so einem Sprung ins Wasser nichts entgegensteht! Solarbeheizt, Rutsche, Whirlpool, Strömungsbecken und Sprungturm lassen euch den Badetag nicht langweilig werden.

Ein ruhiger Innenpoolbereich mit klarem blauem Wasser, einem von Felsen gesäumten Rand und üppigen grünen Pflanzen. Auf der rechten Seite steht ein hölzerner Pavillon mit Strohdach, der unter großen Oberlichtern eine entspannende tropische Atmosphäre schafft.©: Andrea Flak
Erlebnisbad der Mariba Freizeitwelt in Neustadt

Auf dem Wasser

Apropos Wasser: die Hauptattraktion Elbe darf nicht unerwähnt bleiben. Ganz ohne Anstrengung kann man sich auf dem Dampfschiff oder einem Floß den Fahrtwind ins Gesicht wehen lassen. Oder man vertraut auf die eigene Muskelkraft und setzt sich ins Kanu oder Schlauchboot, um das herrliche Panorama zu genießen. An heißen Tagen empfiehlt es sich zeitig aufzubrechen und zur ausgedehnten Mittagspause am Elbestrand im Schatten zu verweilen. Wem das zu langsam ist – der macht eine Spritztour mit dem Powerboot.

Eine Person paddelt in einem grünen Kajak auf einem ruhigen Fluss in malerischer Umgebung. Der Fluss ist von üppigen, baumbedeckten Hügeln, einem charmanten Dorf und einem markanten felsigen Hügel mit einer Struktur auf der Spitze gesäumt. Der Himmel ist klar und die Person trägt eine blaue Schwimmweste und ein orangefarbenes Hemd.©: Yvonne Brueckner

In den kühlen Rückzugsgebieten der Sächsischen Schweiz mit ihrem Mikroklima kann man durchatmen, denken, genießen – und  sich bewegen. Man könnte sogar ein kleines Jäckchen gebrauchen, denn es weht immer mal wieder  ein kühler Luftzug. Dank schützender Felswände und kleiner Bäche herrscht in den Schluchten der Sächsischen Schweiz das ganze Jahr über ein Kellerklima. Das bedeutet: wenig Sonne, niedrige Temperaturen und viel Feuchtigkeit. Diesem Umstand ist übrigens zu verdanken, dass es hier zwischen all den Moosen und Flechten noch lebende Relikte eiszeitlicher Flora gibt – Pflanzen die sonst nur noch in der Tundra und ähnlich frostigen Gebieten der Erde zu finden sind. An Sommernachmittagen ist es in den Gründen bis zu 10 Grad kühler ist als auf den umliegenden Plateaus. Hier kann man also derzeit bei Zimmertemperatur ganz entspannt wandern.

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Wanderungen in kühlen Gründen

Unsere coolen Wandertipps: Uttewalder Grund, das Polenztal bei Hohnstein, das Kirnitzschtal mit Flößersteig, der Höllgrund und Zscherregrund bei Wehlen, der Liebethaler Grund in Pirna, das Krippenbachtal in Cunnersdorf, die Taubenteiche vom Waldbad Cunnersdorf aus,  die Teufelsschlüchte am Fuße der Festung Königstein,  die Nikolsdorfer Wände (Leupoldishain)  über Richtersgrund und Bärsgrund zum Felslabyrinth oder das Weißbachtal zur  Oberen Schleuse in Hinterhermsdorf  (am besten mit Kahnfahrt verbinden).

Liebethaler Grund Natur (c) Philipp Zieger©: Philipp Zieger

Bildnachweise:

  • Obere Schleuse Hinterhermsdorf: Philipp Zieger
  • Bootsfahrt Obere Schleuse: Phillip Zieger
  • KahnfahrtObereSchleuse: Isabel Doil
  • Besucherbergwerk Marie Louise Stolln: KBGB
  • Mettenschicht Besucherbergwerk: Achim Meurer
  • Mariba-Erlebnisbad: Andrea Flak
  • Kanu fahren Sächsische Schweiz: Yvonne Brueckner
  • Liebethaler Grund Natur: Philipp Zieger
  • Logo Sächsisch-Böhmische Schweiz: TVSSW
  • Winterwandern Nationalparkregion Sächsische Schweiz: Sebastian Thiel
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1 Comment

  1. Hallo Redaktion von Sächsische-Schweiz! Der Marie Luise Stollen ist wirklich sehr schön haben erst kürzlich dort eine Führung mitgemacht! hat uns sehr gefallen! Auch wenn wir kein “Jäckchen” dabei hatten!

    schöne grüße aus unserem Sommer Urlaub,

    Bianca

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