Elbsandsteingebirge / Sächsische Schweiz

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Gepostet am Apr 13, 2017 in Ausflugtipps, Kulinarisches | 1 Kommentar

Bonbon-Gläser ©Achim Meurer

Die Bonbonmanufaktur in Wehlen

In dem kleinen romantischen Städtchen Wehlen gibt es ein sehr seltenes Handwerk zu bewundern: Das Bonbonmachen. Alles im Laden deutet darauf hin, dass es hier um Süßes geht. Wie in der Bonbonmanfufaktur von Meister Karamellus hat man sich wohl einen Zuckerbäcker aus alter Zeit vorzustellen.

Bonbon-Manufaktur ©Achim Meurer

In der Bonbonmanufaktur stehen überall Gläser und Tüten voller Bonbons in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Darunter so exotische wie Limone-Rosmarin. Und das beste: Man kann die Sorte vor dem Kauf probieren. Fair, oder? Verwendet werden übrigens nur natürliche Aromastoffe und ätherische Öle. Das schmeckt man auch!

 

Meister Karamellus ©Achim Meurer

Die Bonbons werden auch alle im Laden zubereitet, das heißt man kann immer dabei zuschauen wie die süßen Köstlichkeiten entstehen. Um 14 Uhr und um 16 Uhr sind fixe Produktionszeiten. Ansonsten kann man aber auf gut Glück vorbei schauen. Es wird eigentlich den ganzen Tag in der Bonbonmanufaktur auch produziert.

Die Grundmasse besteht aus Zucker, Wasser und Glucosesirup. Das Ganze wird erst Mal aufgekocht. Dabei ist es wichtig, ständig die Temperatur im Auge zu behalten, sonst verbrennt die Masse oder sie wird nachher nicht fest. Beides wäre ungünstig…

Zucker ©Achim Meurer

Wasser ©Achim Meurer

Kochvorgang ©Achim Meurer

Der Kochvorgang findet in einem Hinterzimmer statt, aber danach wird die Masse im Laden auf einem Heiztisch verarbeitet. Sie sieht schön geschmeidig aus und man möchte am liebsten auch mal anfassen. Aber Achtung! Die Bonbonmasse ist sehr sehr heiß! Immerhin noch über 100 Grad.

Temperatur messen ©Achim Meurer

 

 

Umso bewunderswerter, dass der Zuckerbäcker sie dann sogar mit den Händen bearbeitet.

Die Masse wird in einen Rahmen gegossen, um etwas abzukühlen. Danach kommen die Farbstoffe dazu. Die Masse muss aber ständig bewegt werden. Wenn man sich um die eine Farbe kümmert, darf man die andere nicht links liegen lassen.

fertige Masse ©Achim Meurer

heiße Masse ©Achim Meurer

Farbgebung ©Achim Meurer

bunte Mase ©Achim Meurer

Dann werden die Farben getrennt und jede wird mit geschickten Bewegungen in der Luft geknetet, so dass kleinste Luftblasen eingeschlossen werden. Das bringt einen schönen Glanz und auch eine andere Farbe!

Trennung der Masse ©Achim Meurer

gelbe Bonbonmasse ©Achim Meurer

Die verschiedenen Farben werden zusammen gefügt und dann wird aus allem eine große dicke Rolle geformt.

große Bonbonmasse ©Achim Meurer

Diese wird dann ähnlich wie beim Draht ziehen, gerollt und in die Länge gezogen, bis man fast meterlange Stücke mit dem gewünschten Durchmesser hat. Abgetrennt werden die Stücke mit einem Spachtel. Man braucht nicht viele Geräte beim Bonbonmachen und keine Spezialwerkzeuge. So wird die Masse beispielsweise mit einer ganz normalen Haushaltsschere geschnitten.

Formen der Masse ©Achim Meurer

Ziehen der Masse ©Achim Meurer

Die Bonbon-Schlangen müssen dann auskühlen bis sie fest sind und dann werden kleine Stücke mit einem Spachtel über einer Metallstange abgeschlagen. Das geht rasend schnell. Danach kann man das kleine Wunder dann anschauen. Im inneren des kleinen Meisterwerkes gibt es nämlich ein ganz feines Muster. Genau deswegen wurden die verschiedenen Zuckerrollen vorher so akribisch aufeinander geschichtet!

Schneiden der Bonbons ©Achim Meurer

Muster ©Achim Meurer

Handwarm schmecken die Bonbons übrigens noch intensiver!

Und wer jetzt auch Bonbonmacher werden will und dieses seltene Handwerk erhalten will, sollte damit anfangen, Konditor zu lernen und mal in der Bonbonmanufaktur in Stadt Wehlen vorbeischauen!

 

Gastbeitrag Monika Meurer

Fotos ©Achim Meurer

1 Kommentar

  1. Das ist ja super interessant!
    Sollten wir in 2 Wochen Zeit für Wehlen haben, müssen wir uns das unbedingt in Natura anschauen!
    Herzliche Brüße,
    Annette

    (0)

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