URLAUBSMAGAZIN Sächsische Schweiz 2026 www.saechsische-schweiz.de 52 KIDS UND TEENS Bad Gottleuba-Berggießhübel: Mit Helm ins Bergwerk »Wenn euch der Helm einmal herunterfallen sollte, geht in die Hocke, setzt ihn auf und steht erst dann wieder auf.« Bergwerksführer Norbert Schossig stimmt Finja und Svea auf ihr bevorstehendes Abenteuer ein. Die Schwestern, fünf und sechs Jahre alt, tragen bernsteinfarbene Schutzhelme – und fühlen sich schon ein bisschen wie echte Bergleute. Der 300 Jahre alte Marie Louise Stolln in Bad Gottleuba- Berggießhübel erzählt die Bergbaugeschichte der südlichen Sächsischen Schweiz. 400 Meter führt der Stollen waagerecht in den Felsen hinein. Unter Tage herrschen konstante Temperaturen von zehn Grad Celsius. Draußen ist Hochsommer mit 28 Grad im Schatten. Die »Kinderführung mit Edelsteinsieben« verspricht eine willkommene Abkühlung. Norbert Schossig ist Bergmann durch und durch, vom Helm bis zu den Stiefeln. Seit das Bergwerk 2006 für Besucher geöffnet wurde, gibt er seine Begeisterung für das Leben unter Tage an große und kleine Gäste weiter. Er erzählt von der mühevollen Arbeit im Halbdunkel, von glitzernden Erzadern im Gestein und erklärt seltsame Begriffe wie »Froschlampe« und »Arschleder«. Die Kinder lauschen fasziniert, können Fragen stellen, mit Taschenlampen in finstere Nischen leuchten und an einem türkis schimmernden unterirdischen See sogar nach Edelsteinen suchen. Finja und Svea werden schnell fündig. Auch wenn die bunten Steinchen nicht aus dem Stollen stammen – in Röhrchen verstaut, werden die kleinen Wunder zu ganz persönlichen Souvenirs. Und mit dem Edelsteinregister, das sie am Ausgang erhalten werden, können die kleinen Schatzsucher zu Hause erforschen, was sie gefunden haben. Neustadt in Sachsen: Dem Gold auf der Spur Auch im Norden der Sächsischen Schweiz können Kinder auf Schatzsuche gehen und dabei ein spannendes Stück Lokalgeschichte erleben. Über Jahrhunderte wurde in der Nähe von Neustadt in Sachsen, insbesondere im Hohwald, immer wieder nach Gold gegraben. Kleine Funde nährten die Hoffnung, irgendwann auf ergiebige Vorkommen zu stoßen. Doch die Ausbeute blieb überschaubar. Schließlich wurde der Bergbau aufgegeben. Wenn es hier eine Goldader gibt, wartet sie noch auf ihre Entdeckung. Die Gold- und Mineralienstätte Hohwald in Berthelsdorf taucht in die lange Geschichte der Goldsuche in der Region ein und zeigt eine umfangreiche Sammlung heimischer sowie weltweit aufgefundener Mineralien. Kinder dürfen hier selbst zu waschechten GoldgräBergbaugeschichte zum Anfassen: Finja und Svea haben sichtlich Spaß auf der Kindertour im Marie Louise Stolln Marko Förster Faszination Gold: In der Gold- und Mineralienstätte Hohwald werden Kinder zu waschechten Goldgräbern Anne-Kathrin Fleischer Marko Förster
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