Urlaubsmagazin Saechsische Schweiz 2026

URLAUBSMAGAZIN Sächsische Schweiz 2026 www.saechsische-schweiz.de 20 FELS UND WALD Geführte Touren ACHTSAM WANDERN Geführte Touren laden dazu ein, das Erstaunliche im Unscheinbaren zu entdecken. Wir waren mit Guide im Bielatal unterwegs und haben die eindrucksvolle Felsenwelt einmal ganz bewusst mit allen Sinnen erfahren. Mit einem tiefen Atemzug saugen wir die aromatische Waldluft ein. Wir sitzen in einem Felskessel im Bielatal auf einem weichen Teppich aus Erde und Kiefernnadeln. Der Gedächtnishain ist ein magischer Ort, die Stille kostbar. Erst, als unsere Gästeführerin uns leise bittet, ganz bewusst den Geräuschen des Waldes zu lauschen, klopft ein Specht – als hätten sich die beiden abgesprochen. An diesem sonnigen Augustvormittag sind wir auf »Sinneswanderung«. Es ist ein noch junges Angebot der zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin Antonia Ludwig, die auch Achtsamkeits- und Mentaltrainerin ist. Die Aufmerksamkeit schärfen für die Vielfalt an Sinneseindrücken, welche die Felsenwelt ihren Besuchern zu bieten hat: Das ist das Anliegen der Tour. Mal geht es durch den Liebethaler Grund, mal über die Rauensteine, mal den Panoramaweg entlang, oder, wie heute, durch das Bielatal. Kaiser-Wilhelm-Feste czechvibes Große Auswahl an geführten Touren Antonia Ludwig ist eine von zahlreichen Gästeführern, die Wanderer durch die Sächsische Schweiz begleiten. Jeder und jede bringt persönliche Leidenschaften und Hintergründe mit. Entsprechend breit ist das Spektrum der Angebote. Es reicht vom Picknick mit regionalen Delikatessen über abenteuerliche Stiegentouren bis hin zu Exkursionen mit speziellen geologischen, biologischen oder historischen Themen. Ein beliebtes, regelmäßiges Angebot sind die täglich startenden »Entdeckertouren« der Nationalpark- und Forstverwaltung. Antonia Ludwig führt uns vom historischen Hochofen über Berthablick, Rosengarten, die KaiserWilhelm-Feste und die Herkulessäulen zu Ottomühle und Sachsenstein. Dabei zeigt sie uns immer wieder die kleinen Schätze am Wegesrand, an denen wir ohne sie wahrscheinlich vorbeigelaufen wären. Wir entdecken essbare Perlpilze, streichen über weiches Moos und kosten Sauerklee. Auch an einer fast hundertjährigen Fichte bleiben wir stehen. »Die Furchen in der Rinde sind wie unser Lebensweg – nie geradlinig und dennoch immer der Sonne entgegen«, sagt Antonia Ludwig. Wir ertasten die raue Oberfläche. Die Struktur der Rinde erspüren: Gästeführerin Antonia Ludwig zeigt, wie Wanderer achtsam mit der Natur in Berührung kommen.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTM3MTM=