Urlaubsmagazin Saechsische Schweiz 2026

URLAUBSMAGAZIN Sächsische Schweiz 2026 www.saechsische-schweiz.de 108 KUNST UND KULTUR Das Anschauen einer Gegend ist mir das Aufführen eines Musikstückes«, schreibt Carl Maria von Weber (1786 – 1826) in dem Entwurf für seinen autobiografisch angehauchten Roman »Tonkünstlers Leben«. Zehn Jahre lebt der Komponist und Begründer der deutschen romantischen Oper in Dresden, wo er als Hofkapellmeister dient. Die nahe Sächsische Schweiz mit ihren Felsen und Wäldern, Schluchten, Wasserfällen und Aussichten hinterlässt einen tiefen Eindruck. In seinen Tagebüchern schildert Weber Wanderungen zur Bastei, durch den Uttewalder Grund, den Amselgrund und zum Felsentor »Kuhstall«. Anlässlich des 200. Todestages des Komponisten gestalten Dresden, Elbland und Sächsische Schweiz das Weberjahr 2026 mit einer Vielzahl an Konzerten und Opernaufführungen an historischen Orten. Eine einmalige Verbindung aus Webers Musik und der von ihm verehrten Landschaft bietet die Felsenbühne Rathen mit ihren Aufführungen des »Freischütz«. Die wegweisende romantische Oper darf hier in keinem » 2026 jährt sich der Todestag Carl Maria von Webers zum 200. Mal. Ohne die Landschaft der Sächsischen Schweiz wären seine Werke nicht das, was sie sind. Sommer auf dem Spielplan fehlen. Mit den hoch aufragenden Sandsteinfelsen bietet die Naturbühne die perfekte Kulisse für die berühmte Wolfsschluchtszene. Die Richard-Wagner-Stätten Graupa erinnern mit zwei sommerlichen Freiluftveranstaltungen am Jagdschloss daran, dass der Meister ein großer Verehrer der Kunst Webers war (05. – 07.06.2026). Die traditionelle Wagnerwiese, ein musikalisches Familienpicknick, das auch Laienkünstler und -ensembles mitgestalten, wird dafür zur WagnerWeberWiese. Auch die Richard-Wagner-Spiele stehen 2026 im Zeichen des Weberjahres. Den Komponisten mit Veranstaltungen ehren wird ebenso die Heymannbaude in Kleinhennersdorf. Die Semperoper Dresden zeigt die Opern »Euryanthe« und »Oberon«. Die Sächsische Staatskapelle spielt hier außerdem in ihrem 9. Sinfoniekonzert (03. – 05.05.2026) die Ouvertüre zu »Oberon«. Das Kügelgenhaus im Barockviertel dient bis zur Neueröffnung des Carl-Maria-von-Weber-Museums Hosterwitz im Jahr 2028 als Interimsausstellungsort für eine Schau zu Leben und Werk des Komponisten und seiner Zeitgenossen. Seine letzte Ruhe fand Carl Maria von Weber übrigens auf dem Alten Katholischen Friedhof in der Dresdner Friedrichstadt, wo die Grabstätte seiner Familie bis heute besucht werden kann. // Nicole Czerwinka www.saechsische-schweiz.de/weber AUF DEN SPUREN DES OPERNKÖNIGS Weberjahr 2026 »Der Freischütz« Martin Förster Amselgrund, Kurort Rathen Anna Meurer

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