URLAUBSMAGAZIN Sächsische Schweiz 2025 www.saechsische-schweiz.de 24 BEWEGUNG Das Refugium in Naundorf erwarb der Künstler im Jahr 1919. Hier lebte er mit seiner Frau Helene bis zu seinem Tod im Jahre 1932. Es ist ein faszinierendes Museum. Alles wirkt, als wären Sterls nur eben außer Haus. Von der Wohnzimmereinrichtung bis zum Atelier ist alles noch original erhalten. Der gepflegte Garten, in dem sich auch die Grabstätte des Ehepaars befindet, ist öffentlich zugänglich und ein wunderbarer Platz für eine Wanderpause. In Obervogelgesang führt der Weg ein zweites Mal auf Elbniveau herab. Ein Motorboot zeichnet akkurate Wellenkeile auf das ansonsten spiegelglatte Wasser. Unter einem Apfelbaum hält ein Senior auf einem Klappstuhl seinen Mittagsschlaf, neben ihm ein zweiter Klappstuhl – leer. Es ist ein anrührendes Bild. Kurz darauf geht der Malerweg in den Canalettoweg über, der uns unter riesigen Buchen auf den Sonnenstein, den Hausberg Pirnas führt. Noch einmal sammeln wir Höhenmeter. Durch eine Tafel am Wegesrand erfahren wir von einem dunklen Kapitel in der Chronik der einst hier befindlichen Heilanstalt. Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein hält die Erinnerung wach. Schließlich blicken wir hinab auf die roten Ziegeldächer der historischen Altstadt Pirnas. Kurz drauf schlendern wir mit einem italienischen Eis in der Hand durch ihre romantischen Gassen, vorbei am Erlpeterbrunnen, der imposanten Stadtkirche St. Marien, den gemütlichen Cafés und prächtigen, liebevoll restaurierten Fassaden. Der venezianische Maler Bernardo Bellotto, besser bekannt als Canaletto, hat Mitte des 18. Jahrhunderts den schon damals historischen Markt von Pirna in einer kunstvollen Vedute verewigt. Seitdem hat sich die Ansicht kaum verändert! Imposante Felswände am Canalettoweg kurz vor Pirna Sebastian Thiel/THIEL Creative Content ÖFFNUNGSZEITEN Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein Montag bis Freitag 9 bis 16 Uhr Sonnabend/Sonntag/Feiertage 11 bis 17 Uhr
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