Gastbeitrag von Philipp Zieger

Der Lichtenhainer Wasserfall ist im Sommerhalbjahr, gerade am Wochenende, ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Zum einen gibt es hier ein gutes Gasthaus, zum anderen ist hier aber auch die Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn und eben der besagte Wasserfall. Während man im Sommer die Wasserstau-Phasen abwarten muss, strömt im Winter das Wasser hier unablässig die moosigen Felsen hinab. Bei ausreichend Frost sind hier wunderschöne Eiskaskaden zu sehen.

Lichtenhainer Wasserfall im Winter (c) Achim Meurer

Tipp: Diese Tour könnt ihr sowohl am Lichtenhainer Wasserfall, als auch im Ort Lichtenhain beginnen. Startet ihr am Lichtenhainer Wasserfall, dann beginnt ihr eure Tour am besten in Bad Schandau. Mit der Kirnitzschtalbahn  fahrt ihr vom Kurpark aus bis zur Endhaltestelle zum Lichtenhainer Wasserfall!

Kirnitzschtalbahn (c) RVSOE

Zu Beginn der Tour auf dem Weg hinauf zum Neuen Wildenstein (durch den „Kuhstall“ bekannt) müsst ihr Acht geben, nicht bis ganz nach oben zu laufen. Hier könnt ihr wirklich auf die gute Beschilderung vertrauen und bei der ersten kleinen „Kreuzung“ rechts abbiegen. Alternativ ist natürlich ein Besuch des Kuhstalls auch schön! Die Bergwirtschaft hat hier aber leider im Winter geschlossen. Dennoch kann man dann die Stiege hinab zum „kleinen Winterberg“ nehmen und dann links in Richtung „Ferkelschlüchte“ auf den Malerweg abbiegen. Bei Schnee und Eis ist dieser Weg jedoch nicht zu empfehlen. Für diesen Weg braucht es schon seit langem deutliche Plus-Grade.

Ferkelschlüchte (c) Philipp Zieger

Auf dem weiteren Weg kommt ihr zwar leider an den Spuren moderner Forstarbeit vorbei, dennoch sind die Ferkelschlüchte ein kurzer, aber sehenswerter Abschnitt. Die kleine Zschandstraße führt dann direkt ins Kirnitzschtal, wo man entlang der Straße, 3 bedeutende Mühle passiert. Die Felsenmühle, die Neumannmühle und die Buschmühle.

Kleiner Zschand (c) Philipp Zieger

Direkt nach dem Gasthaus „Zum Kirnitzschtal“ geht dann ein unscheinbarer Weg nach links ab. Diesem folgt ihr entlang von Wiesen, Feldern und am Knechtsbach vorbei bis nach Lichtenhain. Direkt in Lichtenhain kann ich euch auch eine sehr schöne Einkehr im Restaurant und Hotel „Berghof Lichtenhain“ empfehlen. Und genießt unbedingt den tollen Ausblick von Lichtenhain aus Richtung Lilienstein und zur Festung Königstein (siehe Titelbild 🙂 ).

Knechtsbach (c) Philipp Zieger

Gestärkt und munter geht es dann auf einem angenehmen Feldweg wieder hinab ins Kirnitzschtal zurück zum Lichtenhainer Wasserfall.

Lichtenhainer Wasserfall bei milden Wintertemperaturen (c) Philipp Zieger

Die Wanderung auf einen Blick:

Verlauf: Lichtenhainer Wasserfall – Münzborn – Hinterer Kustallweg – Haussteig – Ferkelschlüchte – Kleiner Zschand – Felsenmühle – Kirnitzschtal – Buschmühle – Straße-Ottendorf – Ottendorfer Steig – Lichtenhain – Wasserfallstraße zum Lichtenhainer Wasserfall

Strecke: 14 km

Laufzeit: 4,5 h

Kategorie: rot

Ausführliche Wegbeschreibung

Winter-Einkehr geöffnet:

Hotel Berghof Lichtenhain

täglich 10:00-20:00 Uhr geöffnet

Restaurant Forsthaus im Kirnitzschtal

täglich 12:00-22:00 Uhr geöffnet

Gasthof Lichtenhainer Wasserfall

Sa. und So. 11:00 – 17:00 Uhr geöffnet (ab 06.03.2020)

Januar und Februar geschlossen

Ottendorfer Hütte

Öffnungszeiten: www.klettern-sachsen.de/offen

ÖPNV:

ab/an Lichtenhainer Wasserfall: Kirnitzschtalbahn

ab/an Bad Schandau: S1 bis zum Nationalparkbahnhof

Parkplatz:

Beuthenfall (Kirnitzschtal)

Die Winterwanderkarte mit 29 ausgewählten Wanderrouten inkl. Winter-Einkehr können wir euch wärmstens empfehlen 🙂

Viele weitere Winterwanderungen in der Sächsischen Schweiz gibt es hier: www.saechsische-schweiz.de/winterwanderung

Dies ist ein Gastbeitrag von Philipp Zieger. Vielen Dank fürs Teilen Deiner Erfahrungen beim Winterwandern!

Titelbild: Philipp Zieger

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