Gastbeitrag von Philipp Zieger

Wer sich im Winter warm einpackt und die Landschaft durchläuft, erlebt sie wie verwunschen. Das trifft ganz besonders auf diese Wanderung vom märchenhaften Kurort Rathen hinauf zur Bastei zu. Und diese Tour eignet sich übrigens auch besonders gut für Familien. Denn neben den vielen tollen Aussichten, ist diese Runde auch sehr abwechslungsreich und lädt zum Erkunden ein.

Schwedenlöcher im Winter (c) Philipp Zieger

Startpunkt ist der Bahnhof „Kurort-Rathen“. Nach ein paar Schritten steht man schon am Fähranleger. Bei tollem Wetter kann man hier gut und gerne 2-3 Fähren lang stehen. Doch in der Zwischenzeit kann man den tollen Blick auf das Basteimassiv genießen, durch das die Basteibrücke hindurchzusehen ist. Mit der Gierseil-Fähre überquert man bequem die Elbe und geht erstmal ein Stück durch den Ort. Die Wege sind hier sehr gut ausgeschildert und es gibt ein paar Cafès und Restaurants, in denen man sich gemütlich hinsetzen kann. Es fallen auch an den Häusern die vielen Hochwasser-Markierungen auf und man muss sich wundern, wie hoch die Elbe in den jeweiligen Jahren gestanden haben muss. Der Weg in den Amselgrund führt auch an einer guten Forellenräucherei und am Eingang zur Felsenbühne Rathen vorbei. Die Paddelboote am Amselsee liegen im Winterquartier. So läuft es sich sehr bequem bis zu dem Abzweig, wo man zu den Schwedenlöchern abbiegt.

Amselgrund im Winter (c) Philipp Zieger

Hier bekommt die Natur sofort einen ganz anderen Charme. Große Felsblöcke, die vor ein paar Jahren abgebrochen waren, liegen links und rechts der vielen Stufen. Auf den Treppen und durch diese mystischen Felsen kommt man sich wie in einer Märchenwelt vor.

Mystische Felsenwelt in den Schwedenlöchern (c) Philipp Zieger

Nach gefühlten 1000 Stufen ist man dann endlich oben und hat wenige Meter weiter an der Pavillonaussicht einen schönen Blick in den Wehlgrund.

Pavillonaussicht: Blick in den Wehlgrund (c) Philipp Zieger

Hier folgt man dem Weg einfach weiter in Richtung Bastei. Mittags ist man hier nie allein und egal bei welchem Wetter, muss man etwas Geduld aufbringen, die verschiedenen Aussichten zu erkunden. Den kleinen Rundweg über die Felsenburg Neurathen sollte man sich auf keinen entgehen lassen. Denn nur dort ist man wirklich auch mal mittendrin in den Elbsandsteinfelsen 🙂

Blick von der Felsenburg Neurathen (c) Philipp Zieger

Hat man die Brücke überquert, geht es auf ebenso guten Wegen wieder bergab nach Rathen. Hier kann man die Wanderung bei einer heißen Schokolade ausklingen lassen.

Blick von der Bastei ins Elbtal nach Rathen (c) Philipp Zieger

Die Wanderung auf einen Blick:

Verlauf: Kurort Rathen – Amselgrund – Schwedenlöcher – Bastei – Basteiweg – Kurort Rathen

Strecke: 5 km

Laufzeit: 3 h

Kategorie: schwarz (schwere Tour, mit Steilanstiegen, Stufen und auf Pfaden, insbesondere bei Schnee und Vereisungen nicht gangbar!)

Die Winterwanderkarte mit 29 ausgewählten Wanderrouten inkl. Winter-Einkehr können wir euch wärmstens empfehlen!

Viele weitere Winterwanderungen in der Sächsischen Schweiz gibt es hier: www.saechsische-schweiz.de/winterwanderung

Vielen Dank an Philipp Zieger, der seine Erlebnisse bei dieser Wanderung mit uns geteilt hat!

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