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Gepostet on Feb 9, 2017 in Reiseberichte, Reiseerlebnisse, Urlaubsangebot | Keine Kommentare

Winterdorf: Das Biodorf Schmilka in der kalten Jahreszeit

Winterdorf: Das Biodorf Schmilka in der kalten Jahreszeit

Was macht eigentlich das Biodorf Schmilka im Winter? Haben wir uns gefragt und sind hingefahren.

 

Normalerweise kehrt im Winter in der Sächsischen Schweiz Ruhe ein.  Deshalb haben auch einige Einrichtungen und Beherbergungsbetriebe geschlossen. Auch im Biodorf Schmilka gab es bisher immer eine Winterruhe. Aber 2017 ist Schluss damit. Im Winter wird das Biodorf jetzt zum Winterdorf.

Und wie das bei Kälte so üblich ist, rückt man näher zusammen. So auch im Bio und Nationalpark Refugium Schmilka. Das wird nämlich dann zum Winterdorf. Kurzerhand wird das Zentrum zur Schmilkschen Mühle verlegt. Dort spielt sich fast alles ab.

Zunächst ist da die Rezeption. Diese befindet sich dann in der Mühle. Für das gesamte Dorf. Von hier aus bezieht man sein Bio-Zimmer im Hotel Helvetia, eine urige Ferienwohnung im alten Forsthaus oder die großzügigen Wohnungen mit Blick auf die Elbe in der Villa Thusnelda oder ein Zimmerchen in der Mühle. Parkplätze sind über das ganze Dorf verteilt und zum Teil den jeweiligen Unterkünften zugeordnet. Daher ist Bewegung hier vorprogrammiert.

 

Das Frühstück gibt es jetzt im Wintergarten oder in der Mühlenstube. Ein reichhaltiges Buffet für sämtliche Ernährungsbedürfnisse wird in der guten Stube aufgebaut. Bis 12 Uhr! Für das Abendessen hingegen spaziert man zum Café Richter. Als Gast ist immer irgendwie unterwegs. Wer mittags nicht auf einem der zahlreichen Wanderwege unterwegs ist oder in der Loipe umher fährt, findet ebenfalls in der Mühlenstube eine Kleinigkeit zu essen. Schließlich öffnet um 14 Uhr  die Sauna. Dann sieht man eine Karawane von Menschen in Bademänteln durch das Dorf ziehen.

Ebenfalls um 14 Uhr beginnt der Ausschank im Hof und kurz darauf sammeln sich die Leute zum fröhlichen Beisammensein mit Glühwein. Rund um die Feuerstelle kann man dann mit dem ein oder anderen Gast ins Gespräch kommen oder einfach nur sein dampfendes Getränk genießen. Habt ihr schon mal Bierpunsch probiert? Alkoholfreien Punsch gibt es natürlich auch. So kann es passieren, dass man schon mal längere Zeit auf dem Hof zubringt. Einfach weil es so urgemütlich ist. Ein richtiger Dorf-Klatsch-Treffpunkt eben.

Neu sind auch die Zuber im Hof, die schon früh morgens mit Holz beheizt werden, so dass man am Nachmittag bequem im warmen Wasser sitzen kann. Einmal in der Woche, beim Bierbad, wird dann sogar noch literweise Bier dem Badewasser zugesetzt. Alternativ kann man das frisch gebraute Biobier natürlich auch trinken. Innerliche und äußerliche Anwendung sozusagen.

Das Bierbad im Zuber gehört zu den besonderen Winterritualen. Die Rituale gehören zu einer Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen oder Aktivitäten zu allen möglichen Themen. Pro Tag kann man gleich mehrere Rituale im Winterdorf erleben, wie zum Beispiel eine Winterwanderung, Yoga, Bäckerei- oder Brauereibesichtigung oder ein Kinoabend wie die lange Quentin Tarrantino Nacht mit gleich drei Filmen hintereinander.

Aber es gibt auch ungewöhnlichere Rituale. Oder habt ihr schon mal ein Sehtraining gemacht? Das Winterdorf hat nämlich eine eigene Naturheilpraxis. Hier gibt es – anders als in SPAs oder Wellnessabteilungen – richtige Therapien und eben solche seltenen Angebote wie Augentraining.

Ich habe mir gleich auch noch eine kinesiologische Behandlung gegönnt. Dabei wird der gesamte Körper durchgetestet und bei Bedarf werden sofort ausgleichende Maßnahmen getroffen.  Abschließend gehört eine umfassende Nachbesprechung mit vielen Anregungen dazu. Weitere Angebote sind Massagen, Schröpfen oder sogar Blutegelbehandlungen. Dann gibt es noch individuelle Ernährungsberatung, Homöopathie oder Bachblütenberatung. Und ich hab bestimmt jetzt noch was vergessen aufzuzählen. Ach ja! Genau! Die Kräuterstempelmassage.

Hier in Schmilka werden die Kräuterstempel für jede Person individuell zusammengestellt und von Hand gebunden. Übrigens ist  das eine kleine Kunst für sich, die Stempel so zu binden, dass sie nicht nur das Wasserbad oder das aufheizen im Öl überstehen sondern auch noch die Massagebehandlung. Die gesamte Anwendung mit Peeling und Kräuterstempelmassage dauert schließlich zwei Stunden. Also es gibt so viele Anwendungen hier. Am besten schon vor der Anreise einen Termin vereinbaren, denn die Praxis ist sehr beliebt.

Langweilig wird es im Winterdorf auf keinen Fall. Allein bei den Ritualen gab es noch während unseres Aufenthalts: Musikabende und Backen für Kinder,  Yoga, vegetarisches Schlemmerbuffet, ein Vortrag über Naturfarben und über Gemeinwohlökonomie, ein Konzert mit irischer Volksmusik und eine Opernsängerin, einen Bilderabend von den Waltzing Meurers und einen über Schifffahrt und Elbe-Hochwasser im Laufe der Jahrhunderte, ein Bio-Barbecue und ein Filmabend…. Also, wenn jemand dabei nichts für sich findet, dann weiß ich es auch nicht.

Zwischen den Ritualen bleibt noch genügend Zeit, um vielleicht in Ruhe ein Buch zu lesen. Falls jemand nicht genügend Lesestoff dabei hat, wird er eventuell in der Bibliothek fündig. Spielernaturen erfreuen sich an uralten Spielautomaten, am Kräftevergleich alias Hau-den-Lukas oder am antiken Tischkicker, bei dem die Figuren sehr lässig an den Stäben hängen.

Außerdem gibt es ringsherum genügend Natur und Wasser – zum Spazieren gehen oder Winterwandern. Und wer den Drang zum Shoppen verspürt, fährt ein paar Kilometer weiter nach Bad Schandau, Pirna oder Sebnitz die mit kleinen gemütlichen Lädchen aufwarten.

Von wegen im Winter ist in Schmilka nix los… Ich sag nur „Winterdorf“!!

Weitere Informationen

 

Gastbeitrag von Monika Meurer

Alle Fotos © WaltzingMeurers

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