In der Sächsischen Schweiz gibt es eine quicklebendige Handwerkstradition. In kleinen Manufakturen entstehen wahre Meisterstücke. Oftmals gewähren die Betriebe spannende Einblicke in ihre Werkstätten. Manche laden zum Mitmachen ein. Und immer entstehen dabei authentische Mitbringsel für die Lieben daheim. Wir stellen Euch einige vor.

 

Saxen Safran
Safran, auch das rote Gold genannt, beziehen Köche normalerweise fast nur aus dem Orient. Die Gastronomen aus der Sächsischen Schweiz können jedoch seit 2014 auf regionale Ware setzen: das teuerste Gewürz der Welt wird im Stolpener Land in der Sächsischen Schweiz angebaut.

Krokuswiesen sind hübsch anzusehen, die Blüte der Frühblüher sind eines der ersten Zeichen des Frühlings. Lila blüht es auch in der Nähe der Burgstadt Stolpen – allerdings im Herbst. Genau dann ist die richtige Zeit für den Safran, einem Krokusgewächs, das vor etwa 500 Jahren das erste Mal in Sachsen angebaut wurde, um seine lila Pracht wahlweise in die Herbstsonne oder den Herbstnebel zu strecken.

(c) Boris Kunert / Blüten Safran

 

Die zehntausenden Knollen, die jedes Jahr gepflanzt werden, müssen nach der Ernte in mühevoller Handarbeit die drei roten Narben aus jeder Blüte herausgepflückt werden. 300 davon ergeben ca. ein Gramm des Gewürzes. Um sein einmaliges Aroma zu erreichen, wird der Safran anschließend mehrere Monate getrocknet. Zur Massenware soll er nicht werden – hierfür ist der Aufwand ein wenig zu hoch. Allerdings kann man vor Ort die wunderschönen lila Safranblüten bewundern, die ersten in Sachsen seit 1580.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten gibt es unter www.saxen-safran.de