Das Elbsandsteingebirge steckt voller Emotionen. Für das neue Urlaubsmagazin Sächsische Schweiz 2019 haben wir uns auf die Suche danach gemacht. Lasst euch mitreißen!

Nach einem anstrengenden Aufstieg aus dem Wald hinaus an den Rand eines offenen Felsenplateaus treten, den Rucksack abschnallen, den Wind im Gesicht spüren, mit Herzklopfen hinab auf winzige Straßen und Dörfer blicken, ringsum ein Panorama mit Hügeln und mächtigen Tafelbergen: Ist das nicht höchstes Wanderglück? Was genau die Begegnung mit einer malerischen Landschaft in uns auslöst, werden wir wohl nie adäquat in Worte fassen können. Aber es sind Emotionen wie diese, die uns immer wieder in die Natur ziehen. „Große Gefühle“ – das ist das Leitthema unseres neuen Urlaubsmagazins, das soeben erschienen ist.

Urlaubsmagazin Saechsische Schweiz 2019
Urlaubsmagazin Sächsische Schweiz 2019

Von der Rückkehr der Romantik

Als die Künstler der Romantik vor über 200 Jahren das Elbsandsteingebirge für sich und ihre Zeitgenossen entdeckten, ließen sie sich von der Landschaft regelrecht überwältigen. Ob Glück, Angst, Entsetzen, Ehrfurcht, Schmerz, Euphorie, Sehnsucht oder Trauer: Das, was sie beim Anblick der Felsen, Schluchten und Tafelberge empfanden, übertrugen sie auf ihre Werke.

Der Maler Caspar David Friedrich fand im Elbsandsteingebirge nicht nur Motive für seine Werke, sondern auch einen Ort, um zu sich selbst zufinden. „Ich muss allein bleiben und wissen, dass ich allein bin, um die Natur vollständig zu schauen und zu fühlen. Ich muss mich dem hingeben, was mich umgibt, mich vereinigen mit meinen Wolken und Felsen, um das zu sein, was ich bin“, sagte er. Die überschwängliche Sensibilität der Romantiker erscheint uns heute manchmal fremd. Doch ist das, was sie in der Landschaft gesucht und gefunden haben, nicht genau das Gleiche, das wir darin suchen und finden? Wir haben uns für die Titelgeschichte des Urlaubsmagazins mit dieser Frage beschäftigt.

Überraschungen am Malerweg und in Stadt Wehlen

Malerweg Etappe 1 (c) ThielPR, Sebastian Thiel
Unterwegs auf dem Malerweg, Etappe 1. Foto: Sebastian Thiel

Die beliebteste Art und Weise, in der Nationalparkregion ergreifende Naturerlebnisse zu sammeln, ist das Wandern auf dem Malerweg Elbsandsteingebirge. Die 112 Kilometer lange Route gehört zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands. Was macht diesen Weg so besonders? Wir haben uns für das Magazin die erste Tagesetappe von Liebethal bis Stadt Wehlen einmal ganz genau angeschaut. Gefunden haben wir bewegendes Landschaftstheater mit einer wagneresken Ouvertüre, unzähligen überraschenden Wendungen und Motiven sowie einem sehr genüsslichen Epilog auf dem Marktplatz von Stadt Wehlen.

Apropos Wehlen. Dieses kleine, toskanisch wirkende Städtchen hat es uns besonders angetan. Wir haben es nicht nur als einen strategisch günstigen Ausgangs- und Endpunkt für Wanderungen erlebt, sondern auch als ein kleines Paradies für Schleckermäuler. Auf unserem kulinarischen Stadtrundgang haben wir herzliche Köche, Konditoren und Gastronomen kennen gelernt, leckere Gerichte ausprobiert und köstliche, handgemachte Bonbons gelutscht.

Handgemachte Lutscher aus Wehlen. Foto: Achim Meurer

Im Kulturteil bringen wir Architektur, Geschichte und Sport zusammen. Der Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich zeigt uns seine Lieblingsorte in seiner Heimatstadt Pirna. Bei einem Spaziergang durch die 800-jährige Stadt schwärmt der Athlet von der historischen Altstadt, der Atmosphäre während des Stadtfestes oder der Hofnacht. Fünf Monate im Jahr ist der Sportler für Wettkämpfe in der ganzen Welt unterwegs. Doch am liebsten ist er daheim, in Pirna. Denn Heimat ist Ort und Gefühl.

Jagdschloss oder Jurte? Ungewöhnlich übernachten

Und weil wir immer wieder danach gefragt wurden, widmen wir uns im aktuellen Magazin nach längerer Pause wieder einmal dem Thema ungewöhnliche Übernachtungsorte. Sieben ganz besondere Schlafabenteuer haben wir ausfindig gemacht: von der Ferienwohnung auf einer imposanten Festung  hinter kanonenbewehrten Mauern, über ein abgelegenes Jagdschloss und luxuriösen Safarizelten, einer urigen Mühle bis hin zur einfachen Jurte, dem Bauwagen oder dem Heuboden.

Stille im Elbsandsteingebirge

Malerweg Etappe 1 (c) ThielPR, Sebastian Thiel
Stille genießen im Elbsandsteingebirge Foto: Sebastian Thiel

Schließlich machen wir uns auf die Suche nach der Stille. Wir fragen uns, warum wir die Stillle brauchen, um gesund zu bleiben und unser Potenzial als Mensch zu entfalten. Und wir suchen nach den Orten im Elbsandsteingebirge, an denen die Stille besonders intensiv zu erleben ist.

Stille ist nicht nur eine Frage des Ortes, sondern auch der Zeit. Und ein wahres Stillefestival verspricht der Winter im Elbsandsteingebirge. Oft sind es, abseits der Hauptreisezeiten, nur ein paar Schritte in ein wunderbar schweigsames Märchenreich ohne das allgegenwärtige Hintergrundrauschen der Zivilisation. Wir haben in diesem Heft wieder zahlreiche Ideen für einen erholsamen Winterurlaub in der Sächsischen Schweiz gesammelt. Wie wäre es mit einer Stirnlampenwanderung, Glühwein an der Feuerschale oder Baden in Bier?

Kirnitzschtal (c) Achim Meurer
Winter im Kirnitzschtal. Foto: Achim Meurer

Und auch bei unseren Nachbarn in der Böhmischen Schweiz wird es abwechslungsreich. Auf dem grenzüberschreitenden Kirnitzsch-Radweg begegnet ihr Talromantik, Wildnis, Umgebindehäusern und Mühlenwirtschaften.

Das Urlaubsmagazin könnt ihr in Touristinformationen, Bürgerbüros und bei den Gastgebern in der Sächsischen Schweiz kostenlos abholen. In unserem Shop könnt ihr es als PDF lesen und als Printausgabe bestellen. Viel Spaß beim Stöbern und bis bald im Elbsandsteingebirge!

Titelfoto: Schrammsteine. Foto: Philipp Zieger
Text: Sebastian Thiel und Angela Zimmerling

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