Traditionsstätte Handpuppenspiel Hohnstein

Wintergetestet von Nicole

Hoch über dem Polenztal thront die Burg Hohnstein auf einem Felsen über der Stadt. Schon gewusst? Der Kasper kommt aus Hohnstein. Noch heute werden in der kleinen Burgstadt die berühmten Handspielpuppen gefertigt. Ich begebe mich heute auf die Spuren von Max Jacob, der Anfang des 20. Jahuhunderts das Hohnsteiner Puppenspiel weltberühmt gemacht hat.

Dafür treffe ich mich an der Traditionsstätte Handpuppenspiel mit Andrea Bigge. Sie ist Heimathistorikerin und kennt sich bestens aus mit dem Kasper und dem rumkaspern. In der Touristinformation gegenüber vom Hohnsteiner Rathaus befindet sich in der 1. Etage eine kleine aber feine Ausstellung rund um die Tradition des Handpuppenspiels in Hohnstein.

Ursprung des Lebenswerkes von Max Jacob war, dass er (eigentlich Buchhalter) zu seinem Geburtstag im August 1921 in seinem damaligen Wohnort Hartenstein für seine Freunde ein Kasperspiel aufführte – mit einer alten Kasperfigur, die er von einem Kind geschenkt bekommen hatte. So hat vor genau 100 Jahren das erste Kasperspiel von Max Jacob statt gefunden. In Hohnstein entwickelte Max Jacob dann die europaweit bekannte Kinderkasperfigur und so wurde die Burgstadt zu einem der Deh- und Angelpunkt des Handpuppenspiels. Zur Eröffnung der Burg Hohnstein als Jugendherberge in der 1920er Jahren kam Max Jacob zu einem Gastspiel nach Hohnstein. Die Stadt gefiel ihm so gut, dass er mit seiner Spielertruppe blieb und seinen Kasper “Hohnsteiner Kasper” taufte. Bis heute werden die originalen Figuren nur in Hohnstein in Handarbeit geschnitzt und mit Kleidern versehen.

Von Frau Bigge erfahre ich, dass sich jeder Kasper seinen Spieler sucht. Zu Beginn des 20. Jahrhundert war der Kasper übrigens noch eine brutale Jahrmarktattraktion für Erwachsene – ein rauher Zeitgenosse und unfletig im Benehmen. Er hatte größtenteils Probleme zu lösen und für die Problemlösung kannte er einfache und schlagkräftige Methoden: Hammer, Bratpfannen und Pritschen! Max Jacob “erfand” den zwar vorwitzigen, aber lieben Kinderkasper mit Seppel, Großmutter… Dazu schrieb er eigene kindgerechte Kasperstücke. Der Kasper durfte seine Probleme fortan mit Kopf und Geist durch überzeugende Ideen und Gespräche lösen. Tanzen, Ziehharmonika spielen und lustig sein – das konnte nun voll ausgelebt werden. Und im historischen Max Jacob Theater werden die Kasperstücke noch heute lebendig.

Andrea Bigge hat mir den Kasperpfad in Hohnstein empfohlen und so spaziere ich zum Schluss noch ein Stück durch das Burgstädtchen hinauf zum Röhrenweg. Dort hat man insbesondere zum Sonnenuntergang einen wunderbaren Blick auf die Stadt.

Zur blauen Stunde zeigt sich Hohnstein nochmal von seiner schönsten Seite.

Du möchtest die Tür zum Puppenspielhaus selbst mal öffnen?! Hier ist dein Weg zur Tür: www.hohnstein.de


Mitmachen und gewinnen Noventskalender 2021

14.11.2021 Tür Nummer 14

Hinter dem heutigen Türchen verbirgt sich ein Gutschein für 2 Tickets für das Max Jacob Theater.

Teilnahmebedingungen des Gewinnspiels

Um an der Verlosung teilzunehmen, musst Du folgende Frage richtig beantworten:

Wer ist der Erfinder des Hohnsteiner Kaspers? Die richtige Antwort ist Max Jacob. Der Gewinner wird in Kürze hier bekannt gegeben.



Bilder:

Blick auf die Burg Hohnstein (c) Yvonne Brückner

Hohnsteiner Kasper (c) Achim Meurer

Verschiedene Handpuppen (c) Marko Förster

Blick auf die Stadt vom Kasperpfad aus (c) Yvonne Brückner

Burg Hohnstein blaue Stunde (c) Yvonne Brückner

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Kategorien: Winter

Ein Kommentar

Noventskalender Türchen 14

  1. Am liebsten esse ich bei euch den kalten Hund. Das Frühstücksbuffett ist aber das beste was ich je bekommen habe. Nicht einmal im Biohotel Stellshagen und Parin war es so gut.

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