In der Reihe Echte Elbsandsteiner stellen wir Euch auf Videoclips ganz besondere Persönlichkeiten aus der Region vor, die eng mit ihrer Heimat verbunden sind und mit Ihrem Wirken dazu beitragen, die Sächsisch-Böhmische Schweiz zu einem aktiven, erholsamen, gesunden und nachhaltigem Reiseziel zu machen.

Wir beginnen mit dem Nationalpark- und Wanderführer Heiko Hesse. Hier oder auf Facebook habt Ihr zusätzlich noch die Möglichkeit, Fragen an ihn zu stellen. Wir wählen die spannendsten aus und stellen sie Heiko. Das Video findet Ihr hier.

 

 

Heiko und seine Frau bewirtschaften übrigens die Kräuterbaude am Wald und bieten neben den klassischen geführten Wandertouren auch Kräuterwanderungen an. Das ganze Programm findet Ihr hier. Auch 2013 gibt es jeden 1. Samstag und 3. Samstag im Monat die Möglichkeit, sich an einer Kräuterexkursion zu beteiligen.

 

Wie versprochen haben wir die Antworten auf Eure spannendsten Fragen an Heiko Hesse hier zusammengefasst:

Was fasziniert Sie am Elbsandsteingebirge und warum sollte man unbedingt einmal dort gewesen sein?

H.H.: Besonders faszinierend an der Region finde ich die Abwechslung, die Natur und die beindruckenden Felsen. Was mich persönlich auch begeistert, ist die Tatsache, dass man in wenigen Minuten sowohl im Elbsandsteingebirge als auch im Lausitzer Bergland unterwegs sein kann.

 

Angenommen, man ist zum ersten Mal in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Wie sieht dann ein perfekter Tag aus? Was empfehlen Sie neuen Besuchern?

H.H.: Der erste Anlaufpunkt für neue Besucher  ist sicherlich die Basteibrücke mit der Basteiaussicht. Von hier hat man eine herausragende  Übersicht über die schöne Landschaft der Sächsischen Schweiz. Mein Geheimtipp jedoch ist der Weifbergturm in Hinterhermsdorf. Die Aussicht ist genauso beeindruckend wie die der Bastei, da man hier auf die ganze Region der Sächsischen Schweiz, aber auch auf die Böhmische Schweiz und das Osterzgebirge blicken kann.    

 

Was ist ihr beliebtester Fotopunkt?

H.H.: Das ist ganz klar die Goldsteinaussicht im Zschand-Gebiet. Ich werde nie vergessen als ich vor vielen Jahren mit einem Amerikaner, der zum ersten mal in der Sächsischen Schweiz zu Gast war, auf eben dieser Aussicht stand und er völlig beeindruckt „Oh wow that is a mini Grand Canyon“ rief.

 

Erzählen Sie mehr aus Ihrer Biografie und zu Ihrer Kräuterbaude!

H.H.: Ich bin in Hinterhermsdorf geboren und auch aufgewachsen. Schon während meiner Kindheit war ich im Wald unterwegs, sei es um Holz zu sammeln oder Heidelbeeren zu pflücken. So lernte ich schon früh die Natur zu lieben und zu schätzen.

Ich machte  eine Lehre zum Dreher und später noch eine  Umschulung und arbeitete fast 10 Jahre als Dachdecker. Aufgrund der  schlechten Auftragslage entschied ich mich für eine Ich-AG, mit der ich geführte Wanderungen, Diashows sowie einen Hausmeisterservice angeboten habe.

Durch diesen Hausmeisterservice kam ich  mit dem Hotel „Am Wald“ in Kontakt. Als sich die Besitzer mit 70 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedeten, boten sie mir an das Objekt zu übernehmen. Ich beriet mich mit meiner Frau, die zu diesem Zeitpunkt als Zahnarzthelferin tätig war und wir entschieden uns dafür. Wir waren  sozusagen richtige Quereinsteiger. Meine Frau beschäftigte sich  intensiv mit der Kräuterlehre, so dass wir das zum Thema nahmen und aus dem Hotel „Am Wald“ die  jetzige „Kräuterbaude“ wurde. Hier bieten wir heute  beispielsweise auch geführte Kräuterwanderungen oder Wanderungen mit Alpakas an.

 

Ich kann mir nicht vorstellen, was die Tätigkeit „Nationalparkführer“ auszeichnet. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

H.H.: In erster Linie können Gäste, aber auch Einheimische bei mir geführte Wanderungen buchen. Ich führe Sie dann, je nach Kondition und Wunsch durch die Hintere Sächsische Schweiz. Das kann dann schon mal gut fünf bis acht Stunden dauern. Dazu gehört natürlich auch den Leuten viel Informatives über die Region mit auf den Weg zugeben und sie bei Laune zu halten. Zu meinen Aufgaben gehört es aber auch, meine Wandertouren zu vermarkten. Das ist oft eine mühselige Arbeit.

 

Haben Sie als Wanderführer schon mal einen Luchs gesehen?

H.H.: 1983 hatte ich tatsächlich das Glück zufällig am Hinteren Raubschloss bei den Bärenfangwänden auf einen Luchs zu treffen. Leider war er genauso schnell wieder weg wie er gekommen war.

 

Welche Campingmöglichkeiten gibt es im Nationalpark? Sind diese mit dem Fahrzeug zu erreichen?

H.H.: Zu den Campingmöglichkeiten im Nationalpark zählt unter anderem der Campingplatz „Ostrauer Mühle“ im Kirnitzschtal. Sehr beliebt ist auch der Campingplatz „Thorwaldblick“ in Hinterhermsdorf, aber genauso schön ist der Campingplatz in Mittelndorf. Alle drei Plätze sind sehr gut mit dem Auto zu erreichen.

 

 

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