Von Station zu Station laufen und dabei Aufgaben lösen, Neues lernen oder tiefer in ein Thema einsteigen: Themenwanderwege bieten eine familienfreundliche Mischung aus Bewegung und Anregung. Das sind die spannendsten in der Sächsischen Schweiz.

 

Kasperpfad

Markante, holzgeschnitzte Gesichtszüge, blaue Zipfelmütze, rot-gelb kariertes Hemd: So kennen und lieben wir ihn, den Hohnsteiner Kasper. Von der Burg Hohnstein aus eroberte er die Welt. Auf dem Hohnsteiner Kasperpfad, einem anderthalbstündigen Themenweg mit acht Stationen, begeben sich Familien auf Spurensuche. Der Pfad beginnt am Parkplatz „Eiche“, hier liegt auch eine Broschüre aus, auf welcher der Weg eingezeichnet ist. Zum Schluss können sich erfolgreiche Kasperpfadwanderer in der Tourist-Information eine kleine Überraschung abholen. www.hohnstein.de

(c) Achim Meurer

Bild: Achim Meurer

Luchsweg

Wie weit springt ein Luchs? Wie hört ein Luchs? Wie schleicht ein Luchs? Auf dem interaktiven Luchsweg in Bad Schandau erhalten Familien an sechs Spielstationen Antworten auf diese und weitere Fragen zum prominentesten Bewohner der Nationalparkregion. Pflastersteine mit Luchs-Trittsiegel markieren den rund anderthalbstündigen Weg, der vom NationalparkZentrum zum Luchsgehege am oberen Ausstieg des Personenaufzugs führt. Wer noch mehr über die Wildkatze erfahren will, sollte zurück zum NationalparkZentrum laufen, das in seiner Ausstellung auch über den scheuen Jäger und seinen bedrohten Lebensraum informiert. www.lanu.de

(c) Yvonne Brückner

Bild: Yvonne Brückner/ TVSSW

Waldhusche

Einen dicken Baumstamm sägen, auf ein riesiges Spinnennetz klettern oder unter einem Dach aus Baumwurzeln wandern: In der Waldhusche in Hinterhermsdorf in der Hinteren Sächsischen Schweiz dreht sich alles um den Wald und seine Nutzung durch den Menschen. Vier vernetzte Themenwege führen durch das 66 Hektar große Erlebnisgelände. An mehr als 40 Stationen können Kinder Geschicklichkeit, Kraft und Waldwissen testen. Einige Wege sind auch für Kinderwagen und Rollstühle geeignet. www.hinterhermsdorf.de/waldhusche.html

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Bild: Achim Meurer

Blümelpfad

Einst war Sebnitz das Zentrum der Kunstblumenindustrie im Kaiserreich. Die in Handarbeit hergestellten Blüten waren nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch im Ausland gefragt. Zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Sebnitz mehr als 200 Firmen, die sich dem Kunstblumenhandwerk widmeten. In Konjunkturzeiten beschäftigten sie bis zu 15.000 Menschen. Der Blümelpfad verbindet einige Standorte der damaligen Manufakturen. An den 24 Stationen erfahren Gäste mehr über die Geschichte dieser Arbeitsstätten und können ein historisch nachempfundenes Musterzimmer besichtigen. www.sebnitz.de

(c) Achim Meurer

Bild: Achim Meurer

Text: Sebastian Thiel

Titelbild: Achim Meurer

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