5 Allgemeines www.saechsische-schweiz.de 6 Allgemeines www.malerweg.de Naturwald im Polenztal Der Nationalpark bewahrt eine einzigartige Landschaft für zukünftige Generationen. Naturschutz und Tourismus haben hier eine über 100-jährige gemeinsame Tradition. Zertifizierter Nationalpark-Führer F. Höppner Natur im Wandel An einigen Stellen in der Nationalparkregion ist der Borkenkäfer derzeit besonders aktiv. Dieser frisst sich durch die vor über 100 Jahren künstlich geschaffenen Fichtenwälder und lässt viele Bäume absterben. Bleiben Sie nicht unter morschen Bäumen mit kahlen oder abgebrochenen Ästen stehen, da diese umstürzen können. Bei Wind, Starkregen oder Glatteis sollten Sie den Wald meiden. Die gute Nachricht: Es handelt sich um einen natürlichen gesunden Prozess, denn der einst zur Holzproduktion geschaffene Fichtenforst wird durch nachwachsenden gesunden Mischwald ersetzt, wie ihn Mutter Natur vorgesehen hat. DER NATIONALPARK Was wäre die Welt ohne Nationalparks? In ihnen bewahrt die Menschheit ihre wertvollsten Naturlandschaften für kommende Generationen. »Natur Natur sein lassen«, ist die Maxime der weltweiten Nationalparkbewegung. Das bedeutet: Der Mensch beschränkt sich auf die Rolle des staunenden und lernenden Beobachters. Nationalparks sind nicht nur faszinierende Rückzugsorte für seltene Tier- und Pflanzenarten. Sie sind auch idyllische Erholungswelten für ihre Besucher. So auch der Nationalpark Sächsische Schweiz. Er ist der einzige nichtalpine Felsennationalpark in Deutschland – und mit etwa 94 Quadratkilometern einer der kleinsten der Bundesrepublik. Das Schutzgebiet besteht aus zwei rechtselbischen Teilen. Der kleinere Teil umschließt den Kurort Rathen. Der Hauptteil erstreckt sich von Bad Schandau Richtung Osten bis zur tschechischen Grenze, wo sich der Nationalpark Böhmische Schweiz anschließt. Nationalparks gebieten Achtsamkeit. Wer die Hinweistafel Nationalpark Sächsische Schweiz passiert, sollte sich bewusst machen, dass er nun ein besonders sensibles Naturschutzgebiet betritt. Hier gilt: Wege nicht verlassen, Feuer und Rauchen sind nicht gestattet, keine Pflanzen oder Tiere mitnehmen, Parken nur auf Parkplätzen, keine Drohnen fliegen lassen, Lärm vermeiden, Klettern nur nach sächsischen Regeln und nur an trockenem Fels, Radfahren nur auf ausgewiesenen Radrouten, Hunde an die Leine. NationalparkZentrum Das NationalparkZentrum Sächsische Schweiz in Bad Schandau ist das Besucherzentrum des Schutzgebietes. Wie ist die rätselhafte Felsenwelt entstanden? Welche seltenen Tiere leben hier? Wie funktioniert der Lebensraum Wald? Darüber informiert die interaktive Ausstellung mit zahlreichen Modellen anschaulich und familienfreundlich. Highlight ist eine Multivisionsschau im Kinosaal mit fantastischen Aufnahmen aus der Nationalparkregion. https://www.nationalpark- saechsische-schweiz.de Entdeckertouren Zertifizierte Nationalparkführer bieten fast täglich Entdeckertouren an. Weitere Informationen zu den Führungen: wandern.link/entdeckertouren KERNZONE BEACHTEN »Kernzone« steht auf einigen Schildern im Nationalpark Sächsische Schweiz. Daran erkennen Besucher besonders sensible Naturbereiche. Ein Viertel der Gesamtfläche des Nationalparks ist als Kernzone markiert. Wandern ist auch in diesen grünen Paradiesen auf allen Wegen erlaubt, die zum Wandern markiert sind. Das Übernachten im Freien ist jedoch tabu. Die Kernzone liegt vollständig im wesentlich größeren »Ruhebereich«. Dieser macht Dreiviertel der Nationalparkfläche aus und der Wald kann sich hier bereits weitgehend selbstständig entwickeln. Es besteht oder entsteht also ein Stück echte, mitteleuropäische Wildnis. FASZINIERENDE TIERWELT Mit etwas Glück können Wanderer in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz heute wieder das unverwechselbare »Gääähg-gääähggääähg« des Wanderfalken hören. Vor 50 Jahren galt der Gepard der Lüfte, das schnellste Tier der Erde, in der Sächsischen Schweiz als ausgestorben, doch ein Wiederansiedlungsprojekt in den 1990er Jahren wurde zum vollen Erfolg. Heute ist das Elbsandsteingebirge eines der am dichtesten besiedelte Habitate Europas! Weitere seltene Tiere, die Sie mit Glück und Geduld erspähen, sind Wasseramseln, Feuersalamander, Schwarzstörche und farbenfrohe Eisvögel. Iven Eissner Iven Eissner Achim Meurer Florian Trykowski
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