49 Malerweg – 8. Etappe www.saechsische-schweiz.de 50 Malerweg – 8. Etappe www.malerweg.de Abstecher: A Robert-Sterl-Haus: Im einstigen Wohnhaus des Spätimpressionisten Robert Sterl vermitteln authentische Wohnräume und sein einstiges Atelier einen lebendigen Eindruck vom Leben und Wirken des Künstlers (0,3 km | 10 min, s. S. 15 ). B Pirna: Mit seiner historischen Altstadt und einer Fülle architektonischer Kleinode ist Pirna eine Perle für Kulturinteressierte. Highlights sind die spätgotische Marienkirche und das Stadtmuseum im einstigen Dominikanerkloster. Informationen zur Stadt bietet die Touristinformation im Canaletto-Haus am Markt. C Canalettoweg: Oberhalb von Pirnas Altstadt und unterhalb der ehemaligen Festung Sonnenstein verläuft zwischen hohen, alten Bäumen ein romantischer, etwa vier Kilometer langer Spazierweg, dem die Bevölkerung vor langer Zeit in Gedenken an den berühmten Maler den Namen Canalettoweg gegeben hat. DESTILLERIE Pirna Wie wäre es mit einem feurigen Souvenir vom Malerwegsabenteuer für die Daheimgebliebenen? In der Destillerie Pirna im Brauhaus »Zum Gießer« werden heimische Früchte und Kräuter zu feinen Obstbränden und Destillaten veredelt. Interessierte können dem Brennmeister bei der Destillation über die Schulter schauen oder private Führungen mit Verkostung buchen. destillerie-pirna.de Abendlicher Blick auf Pirna von der Elbbrücke aus Lilienstein, vom Rauenstein aus gesehen Robert-Sterl-Haus in Struppen * Bei den Gastgebern und in den Informationsstellen entlang dieser Etappe ist das Motiv als Sammelpostkarte gratis erhältlich. Wanderung mit Hund Rauenstein: südliche Umgehung des Massivs auf dem Forstweg (anfangs markiert mit rotem Strich), Geotop Pudelstein Anschlussweg zum Malerweg von Kurort Rathen (2,5 km | 1 h) Fähre übersetzen nach Oberrathen, Richtung Bärensteine Die Malerin der Berge: Irmgard Uhlig ist eine Legende. Die Künstlerin und Bergsteigerin wurde am 29. Oktober 1910 in Oberwiesenthal geboren und verstarb am 17. April 2011 in Dresden. Als »Malerin der Berge« hat sich Irmgard Uhlig einen Namen gemacht. Ihr Opus umfasst mehrere tausend Arbeiten – Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde. Schon seit ihrer Jugend fühlte sie sich zu den Bergen hingezogen, wanderte und kletterte mit Begeisterung. Stets hatte sie ihre Zeichen- und Malutensilien im Rucksack dabei. Bergtouren führten sie während ihres langen Lebens durch zahlreiche Länder der Erde, aber immer wieder auch in ihr besonders geliebtes Elbsandsteingebirge. Galeriewerkstatt Ansichtsache: Malerei, Grafik und mehr. Neben der Marienkirche werden Werke vom Malerweg gezeigt und Kurse in Landschaftsmalerei gegeben. Bernardo Bellotto, gen. Canaletto »Der Marktplatz von Pirna«, Öl auf Leinwand, 1753/54 (Ausschnitt) * Aktion »Lebendiges Canaletto-Bild« auf dem Marktplatz Pirna. Bernardo Bellotto, gen. Canaletto (* 20. Mai 1722 in Venedig, † 17. Oktober 1780 in Warschau) war der Schüler seines berühmten Onkels Antonio Canal, dessen Namen er übernahm. 1745 übersiedelte er von Italien nach München, 1746/47 nach Dresden, 1759/60 nach Wien. 1770 wurde Bellotto Hofmaler König Stanislaus’ II. in Warschau. Seine Veduten verbinden malerische Atmosphäre mit genauer Detailschilderung von hohem dokumentarischem Wert. In der Sächsischen Schweiz schuf er eine Serie von Ansichten Pirnas und der Festung Königstein. Die abgebildete Ansicht des Pirnaer Marktplatzes bezeugt im Vergleich mit dem Foto vom heutigen Zustand dieses Ortes, wie exakt Bellotto die Einzelheiten erfasste. Hierfür nutzte er eine »Camera obscura«. KUNST AM MALERWEG Irmgard Uhlig, »Höllenhundspitze«, 1970 Irmgard Uhlig, »Brücke im Kirnitzschtal«, 1966 Jacqueline Günther Yvonne Brückner Yvonne Brückner Achim Meurer Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Klut
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