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Gepostet on Okt 22, 2013 in Aktivurlaub, Reiseberichte, Reiseerlebnisse, Wandern, Wanderurlaub |

Wasser, Erde, Luft: Einleitung

Wasser, Erde, Luft: Einleitung

Gastbeitrag von Michael Engel:

Das Elbsandsteingebirge ist mir seit meiner Jugend zum beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsziel geworden. In den letzten 30 Jahren war ich daher einige Dutzend Male im Elbsandstein unterwegs. Doch trotz der vielen Touren gibt es immer wieder einen Pfad, den man noch nicht oder nur teilweise beschritten hat.

Die folgende Tagestour unternahm ich mit meinem Sohn (10), der mittlerweile längst selbst Fan der Region geworden ist. Wer mit Kindern unterwegs ist, weiß, dass man die Strecken auf besondere Weise planen muss. Sinnvoll ist es stets zwischen Laufstrecken kleine „Events“, besondere Erlebnisse einzubauen. Abenteuerlich und abwechslungsreich soll es sein und Gelegenheit geben den einen oder anderen kleinen Felsen zu erklimmen. Mit diesem Gedanken im Kopf ging ich die Möglichkeiten durch. Schnell wurde klar, dass wir zwar schon öfter an der Bastei vorbeigerauscht, aber diesem Klassiker gemeinsam noch nie einen Besuch abgestattet hatten. Damit standen Zielbahnhof und Elbseite fest, nun ging es an die Details.

Für die Planung ziehe ich gern Wanderkarten zu Rate. Am liebsten bin ich mit den handgezeichneten und „naturnah“ gestalteten Exemplaren von Rolf Böhm unterwegs. Hier erkennt man nicht nur Wege, sondern auch einzelne Gipfel, lohnende Abstecher etc. besonders gut. Auch der Maßstab (1:10 000) stimmt. Diesmal kam die passend „Die Bastei“ genannte Karte zum Einsatz. Rathen bietet dem geneigten Besucher in Ort und Umgebung eine Vielzahl an Attraktionen, es fällt also nicht allzu schwer, sich das Passende zusammenzustellen. Wer sich nicht ganz so gut auskennt oder doch (noch) keine Karte zur Hand hat, kann sich bestens auch auf der Webseite des Kurortes informieren. Um die Überraschung nicht zu verderben, behielt ich die Einzelheiten der Route erst einmal für mich.

Reist man wie wir von Leipzig aus dem Zug an, bietet es sich an kurz nach 9 Uhr morgens zu starten und ein Sachsenticket zu nutzen. Für 25 € deckt man so nicht nur die Hin- und Rückfahrt mit der DB nach Dresden, sondern auch die S-Bahn-Nutzung bis zum gewünschten Ausgangsort in der Sächsischen Schweiz ab. Nach anderthalb Stunden ist man in der Landeshauptstadt und kann z.B. den kurzen Aufenthalt nutzen um einem Imbiss oder Bäcker einen stärkenden Besuch abzustatten. Eine weitere halbe Stunde sitzt man in den modernen und klimatisierten Doppelstockwagen der S-Bahn und erreicht entspannt kurz vor der Mittagsstunde den kleinen Bahnhof.

an der Elbfähre Rathen

Dass man sich am richtigen Ort befindet wird einem spätestens nach dem Aussteigen bewusst, denn am anderen Elbufer ragt unübersehbar das Basteimassiv auf. Nicht unerwartet verließen mit uns noch etliche dutzend Fahrgäste den Zug. Gerade einmal 200m sind es bis zur Elbfähre. Aufgrund der wenigen Elbbrücken im Gebirge (Pirna, Bad Schandau, Decin) ist diese nicht nur touristisch ein Erlebnis, sondern für die Anrainer alltägliches Verkehrsmittel. Eine starke Winde bewegt die Fähre mittels eines Stahlseils, es gibt aber auch Fährboote in der Region, die sich „unangeleint“ ihren Weg über den Strom suchen. Tagsüber und vor allem bei solch gutem Wetter, wie wir es genießen durften, sollte man etwas Zeit einplanen. Auch wenn über 300 Menschen Platz finden, man also fast immer mitkann, dauert es doch ein wenig, diese von und wieder an Bord zu schleusen. Bei Betreten werden die Gebühren fällig, wir zahlten insgesamt (hin und zurück) schlanke 2,50 €.

Rathens Flaniermeile

Festen Boden betretend begrüßen einen Hotels, Pensionen, Cafés, kleine Lädchen, eben al das, was man auch erwarten würde und gern in Anspruch nimmt. Eine regelrechte Promenade führt am Grünbach durch den Ort. An einem Wegweiser ausgeführt als Sandsteinobelisk scheiden sich die Wege, für uns hieß es nun abbiegen. Rechterhand schlängelt sich der kleine Bach entlang, an welchem in kleinen Staubecken auch Fischzucht betrieben wird. Die Ausbeute reicht bestens, um alle hungrigen Besucher mit fangfrischen Köstlichkeiten zufriedenzustellen. Links zieht sich der Hang nach oben, vor einem grüßen steile Felsen, die Sonne scheint herab und man läuft (noch) leichtfüßig auf einem breiten, bestens ausgebauten Wanderweg, einfach toll. Wer mag kann nun über steile Stufen zur Bastei aufsteigen oder ein Stückchen weiter in den Wehlgrund und damit auch zur weltberühmten Felsenbühne abbiegen. Da man dort sehr oft auch kindergerechte Stücke, z.B. von Karl May, zum Besten gibt, lohnt auch deren Besuch auf jeden Fall.

Einleitung
Teil 1: Wasser
Teil 2: Erde
Teil 3: Luft

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