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Gepostet on Aug 16, 2010 in Reiseberichte, Wandern | 2 Kommentare

Abseits ausgetretener Touristenpfade – Teil 2

Bergpfad entlang der Stillen GründeDie Vordere Sächsische Schweiz besteht nicht nur aus der Bastei mit ihrer herrlichen Aussicht, dem Amselsee und den Schwedenlöchern, um hier die wohl bekannteste „Stiege“ zu nennen. Obwohl man es kaum glauben mag, hier gibt es tatsächlich ein Gebiet, was von nur wenigen Touristen aufgesucht wird und fast unbekannt ist. Es sind die sogenannten Stillen Gründe.

Die bekanntesten dieser Gründe unweit der Bastei sind der Hirschgrund, der Tümpelgrund und der Griesgrund. Durch den Griesgrund führt ein Bergpfad, dazu später. Am Beginn des Griesgrundes zweigt noch ein zweiter Bergpfad ab, der hier beschrieben werden soll.

Ausgangspunkt ist der Kurort Rathen unterhalb der Bastei. Rechtselbisch führt von Rathen nach Stadt Wehlen der Elbradweg, den man als Zugang zu unserem BergpfadBergpfad Griesgrund nutzen kann, wenn man den Haldenweg verfehlt.

Dieser zweigt direkt hinter dem letzten Haus in Rathen ab. Aufpassen, der Pfad ist nicht markiert. Der Haldenweg verläuft einige Meter oberhalb des Radweges nach Wehlen. Den Haldenweg gehen wir bis zum Griesgrund. Hier beginnt der Bergpfad „Griesgrund“ (Markierung grünes Dreieck). Zunächst steigt der Weg über Stufen steil an und führt dann in den eigentlichen Grund hinein. Hier müssen wir wieder aufmerksam sein.

Denn der Bergpfad Richtung Rathener Gründeweg zweigt nach links ab. Steil geht es bergan. Einige schmale Wege führen immer wieder von unserem Weg nach rechts ab. Wir müssen auf die spärliche Markierung (grüner Pfeil) achten. Im Zweifelsfall zunächst immer leicht links halten (Richtung Elbe/Wehlen). Nachdem der erste steile Aufstieg geschafft ist, erreicht man bald eine kleine Kletterpassage. Steinstufen und ein kurze Holzleiter sind zwar für den Aufstieg sicher sehr hilfreich, wir müssen aber hinunter. Das ist nicht ganz leicht. Weiter führt uns die Markierung zu einem Felsdurchgang. Nach dem Passieren heißt es erneut genau auf die Markierung zu schauen. Der Pfad geht jetzt steil nach unten zum Tümpelgrund. Ein breiter ausgetretener Weg verleitet zum Weitergehen in ebener Richtung. Hier kommen wir aber nicht weiter.

Bergpfad entlang der Stillen Gründe Kleine Klettereinlage Bergpfad entlang der Stillen Gründe

Abstieg zum TümpelgrundIn den Tümpelgrund führt nur ein Kletterzugang. Unser Bergpfad bringt uns jetzt wieder steil nach oben und ist letztmalig etwas „schweißtreibend“. Blick nach WehlenOben angekommen werden wir durch eine herrliche Aussicht über das Elbtal bis nach Wehlen belohnt. Aber Vorsicht! Wir stehen an der Abbruchkante des ehemaligen Steinbruchs. Es geht senkrecht nach unten und keine Sicherung schützt die Aussicht. Nun gehen wir auf einem breiten Waldweg durch das Gebiet der „Schanzen“, treffen auf den Schanzenweg und laufen weiter bis zum Steinernen Tisch. Vom Steinernen Tisch aus gibt es mehrere Möglichkeiten, die Wanderung fortzusetzen. Wir können zum Beispiel Richtung Bastei gehen und nach Rathen zurückkehren. Eine sehr interessante Möglichkeit zur Rückkehr nach Rathen bietet aber auch der Abstieg durch den Griesgrund. Dazu bald mehr…

Zur Orientierung empfehle ich eine gute Wanderkarte. Geeignet ist hier zum Beispiel die Karte Vordere Sächsische Schweiz, Nr. 10, Sachsen Kartographie GmbH Dresden, 1:15.000. Alle Fotorechte liegen bei www.zwillingsstiege.de

 

Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie.

2 Kommentare

  1. Schöne Tour!

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  2. Sind gestern eigentlich eher unfreiwillig genau diesen Weg gegangen und haben dabei den wunderbaren Tümpelgrund entdeckt. Man kann übrigens durchaus den ausgetretenen Pfad weitergehen. Nach einer engen Stelle bekommt zwar möglicherweise nasse Füße, aber ein steiler Pfad durch die nächste Schlucht links führt dann wieder aus dem Tal. Den zunächst verfehlten Griesgrund nahmen wir dann auf dem Rückweg. Wirklich schön!

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  1. Bergpfad Griesgrund | Elbsandsteingebirge / Sächsische Schweiz Blog - [...] meinem Letzten Beitrag hatte ich den „Bergpfad entlang der Stillen Gründe“ im Basteigebiet beschrieben und darauf verwiesen, dass man…