Er gehört zu den linkselbischen Tafelbergen, liegt zentral und wird trotzdem nur selten besucht. Kein markierter Wanderweg führt über ihn und hartnäckig hält sich das Gerücht, es gäbe von seinem Gipfel keine gute Aussicht. Völlig zu Unrecht ignorieren ihn viele Wanderer bei der Planung ihrer Tour. Die Rede ist vom Großen Bärenstein.

"Gipfelblick vom Großen Bärenstein"Er gehört zu den linkselbischen Tafelbergen, liegt zentral und wird trotzdem nur selten besucht. Kein markierter Wanderweg führt über ihn und hartnäckig hält sich das Gerücht, es gäbe von seinem Gipfel keine gute Aussicht. Völlig zu Unrecht ignorieren ihn viele Wanderer bei der Planung ihrer Tour. Die Rede ist vom Großen Bärenstein. Er zählt zu meinen bevorzugten Tafelbergen auf der linken Elbseite. Weshalb? Hier kann man ganz in Ruhe wandern. Es gibt schöne Kletterfelsen zu bewundern und vielleicht Kletterer zu beobachten. Und wer dabei Lust bekommt, selbst ein bisschen gefahrlos zu „kraxeln“, findet eine tolle Stiege zum Aufstieg auf den Gipfel. Hier gibt es eine herrliche Aussicht – man muss sie nur finden.

Der Aufstieg beginnt für uns in dem kleinen Ort Pötzscha (gegenüber Stadt Wehlen, Fähre). Von der Anlegestelle der Fähre aus gehen wir"Wegweiser hinter dem Robert-Sterl-Haus" die schmale Fahrstraße bergan am Robert-Sterl-Haus (Ausstellungen) vorbei bis zum Abzweig Hermann-Schneider-Weg (Wegweiser beachten, Bild rechts). Der Hermann-Schneider-Weg führt uns Richtung Großer Bärenstein. Allerdings gibt es keinen weiteren Hinweis Richtung Gipfel. Wir müssen den unscheinbaren Weg finden, der nach rechts abzweigt (siehe dazu die ersten beiden  Bilder unten). Über den schmalen Pfad gelangen wir in den Riegelhof. Der Riegelhof ist ein einzigartiges Felsmassiv mit Kletterfelsen.

Am Ende des Felsenhofs stoßen wir auf  die steile Riegelhofstiege. Zunächst muss man durch eine kleine Höhle steigen. Hier gibt es die einzigen Hilfsmittel (Spreizhölzer und ein quer gelegter dünner Baumstamm). Weiter aufwärts finden wir nur noch wenige künstliche Steintritte. Der größte Teil der Stiege ist durch leichte Kletterei zu überwinden. In der Stiege ist es wahrscheinlich immer feucht. Deshalb sind schmutzige Hände und vielleicht auch Hosen zu erwarten. Aber welchen Stiegenfreund stört das schon? Ein Videoclip vermittelt einen kleinen Eindruck vom Aufstieg durch die Riegelhofstiege.

Nach dem Ausstieg geht es weiter bergan. Nach links führt eine schmale Pfadspur zu einer herrlichen Gipfelaussicht. Es gibt weitere Aussichtspunkte im Gipfelbereich! Absteigen können  wir auf einem Pfad Richtung Kleiner Bärenstein. Hier gelangen wir auf markierte Wanderwege und können unsere Tour bei Bedarf fortsetzen.

Da die Orientierung am Großen Bärenstein etwas schwierig ist, empfehle ich eine gute Wanderkarte. Geeignet ist hier zum Beispiel die Karte Vordere Sächsische Schweiz, Nr. 10, Sachsen Kartographie GmbH Dresden, 1:15.000.

"Hermann-Schneider-Weg" "Abzweig zum Riegelhof und Gipfel" "Riegelhofstiege" "Riegelhofstiege von oben" Gipfelrast auf dem Großen Bärenstein Gipfelblick vom Großen Bärenstein

Aufstieg durch die Riegelhofstiege (Videoclip, Copyright auch für alle Bilder und mehr Infos unter www.zwillingsstiege.de)

 

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Abseits ausgetretener Touristenpfade – Teil 1

  1. Wer war Hermann Schneider? Förster des Barons von Biederman in Türmsdorf. Sein Wohnhaus (Waldmannsruh) steht in Weißig, gegenüber dem Hotel. Vielleicht interessiert es jemanden.

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