Elbsandsteingebirge / Sächsische Schweiz

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Gepostet am Apr 10, 2017 in Kultur, Region, Veranstaltungen | Keine Kommentare

Ostern in der Sächsischen Schweiz

Ostern in der Sächsischen Schweiz

Ostern steht für viele Dinge: die Auferstehung Jesu, ein Fest, an dem sich die ganze Familie versammelt, den Moment, an dem man meist zum ersten Mal im Jahr bewusst den Frühling genießen kann.

Nicht nur in der Sächsischen Schweiz sondern in ganz Deutschland gibt es verschiedene Osterbräuche. Zu den Klassikern gehört natürlich das Bemalen und Verstecken von Ostereiern. Seit dem 12. Jahrhundert schon werden Eier zu Ostern verschenkt und erst seit dem 17. Jahrhundert vom Osterhasen. Für2017 produzierte die Schokoladenindustrie in Deutschland übrigens 202 Millionen Schoko-Osterhasen (statista.com).

Kulinarisch gibt es jedoch mehr als nur Schokolade zu bieten. Traditionell wird verschiedenes Gebäck wie z.B. Osterbrot aufgetischt und zum Mittagessen gibt es häufig ein Osterlamm. Viele Gaststätten in der Sächsischen Schweiz bieten natürlich am Ostersonntag und Ostermontag ihre Osterspezialitäten an. Wer also nicht in der Küche stehen will, der sollte  rechtzeitig einen Tisch reservieren.

Ostereier (c) Trenkler - fotolia.comWenn ihr einen Abstecher auf die böhmische Seite des Elbsandsteingebirges machen möchtet, findet ihr die ein oder andere Ostertradition, die es in der Sächsischen Schweiz nicht gibt. Handbemalte und dekorierte Ostereier (kraslice), die den Ostereiern aus der Oberlausitz ähnlich sind, werden von den Mädchen am Ostermontag an ihre Burschen verschenkt. An diesem Tag gehen auch die Männer von Haus zu Haus. Dabei haben sie die Pomlázka, eine aus Weidenzweigen geflochtene und mit Bändern geschmückte Rute, mit der die Frauen und Mädchen symbolisch ausgepeitscht werden. Allerdings ist das kein Fall häuslicher Gewalt sondern soll für Schönheit und Frische sorgen.

Osterbrunnen (c) fotolia.com RolandstEin in Sachsen sehr bekannter Brauch ist das Osterwasser holen. In der Osternacht von Ostersamstag zu Ostersonntag gehen junge Mädchen zu einem Bach oder Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Als Symbol der Fruchtbarkeit wird hierbei entgegen des Stroms geschöpft. Dem Osterwasser werden Heils- und Segenskräfte nachgesagt. Allerdings darf auf dem Weg weder gesprochen noch gelacht werden – ansonsten wird das Osterwasser zum Plapperwasser. Osterbrunnen findet man heute in vielen Orten reich mit Osterschmuck verziert.

Eigentlich werden erst am Ostersonntag bunt dekoriert, denn kirchlich gesehen, gibt es auch erst mit der Auferstehung Jesus etwas zu feiern. Aber wie das so mit den Traditionen ist, verselbstständigen die sich auch gern und so findet man auch schon vor Ostern bunte Ostersträuche. Zweige werden von Sträuchern geschnitten und in Vasen gestellt. Der Osterstrauß symbolisiert dabei einerseits die Auferstehung Jesu, aber auch das Frühlingserwachen. In vielen Vorgärten und Straßenrändern werden zudem Sträucher und Büsche mit bunten Ostereiern geschmückt.

Schließkapitän Clemens im Ostergrün (c) T. Stoll/Festung KönigsteinApropos Ostereier – Schließkapitän Clemens geht mit euch auf Ostereiersuche. Am Ostersonntag habt ihr auf der Festung Königstein zu verschiedenen Uhrzeiten die Chance im geheimnisvollen Tiefkeller des Torhauses süße Überraschungen zu erhaschen. Danach geht’s zum Osterbrunch in den Gewölberestaurants der Kasematten, wo in aller Herzenslust geschlemmt wird, während der Festungskommandant seine Späße erzählt.

Welche Osterbräuche haben wir vergessen? Wie wird bei euch Ostern gefeiert? Wir freuen uns über deinen Kommentar und wünschen euch ein frohes Osterfest!

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